Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Jahresrückblick 2017

Die Energiepreis-Entwicklung für das Jahr 2017 finden Sie hier im Detail.

Energiepreisindex August 2018: Energie um 7,5 % teurer als vor einem Jahr

  • Treibstoffe nach wie vor auf hohem Niveau
  • Heizöl um ein Viertel teurer als vor einem Jahr

Wien, 01. Oktober 2018 – Der Energiepreisindex stieg im August 2018 gegenüber dem Vormonat nur um 0,1 %, der Verbraucherpreisindex insgesamt blieb sogar unverändert. „Im Jahresvergleich lagen die Energiepreise allerdings um 7,5 % höher. Vor allem die höheren Treibstoffpreise wirkten sich auf die allgemeine Teuerung aus, die Inflationsrate lag bei 2,2 %. Und für einen preislich spannenden Herbst wird auch noch die Strompreiszonentrennung sorgen, die mit 1. Oktober schlagend wird“, fasst Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, zusammen.

Heizöl nachfüllen war teuer

Nach leichter Entspannung im Juli sind die Preise im August mit 0,7 % wieder leicht gestiegen. Im Jahresvergleich (August 2017 – August 2018) blieb es bei einem deutlichen Plus von 24,3 %. Für eine 3000-Liter-Tankfüllung mussten Konsumentinnen und Konsumenten im August 2018 um 480 Euro mehr zahlen als noch vor einem Jahr.

Treibstoffpreise bleiben relativ hoch

Während die Preise für Superbenzin im August mit 0,5 % leicht angestiegen sind, gaben die Dieselpreise ein zweites Mal in Folge um 0,5 % nach. Diesel war damit der einzige Energieträger, bei dem der Preis gesunken ist. Die Differenz zwischen Diesel und Superbenzin betrug 7 Cent und war damit wieder überdurchschnittlich hoch.
Im Jahresvergleich blieben beide Treibstoffe auf hohem Niveau. Diesel wies im Vergleich August 2017- August 2018 ein Plus von 15,2 %, Superbenzin ein Plus von 12,3 % auf.
Eine 50-Liter-Tankfüllung kostete für Diesel 8 Euro und für Superbenzin 7 Euro mehr als vor einem Jahr.
Die grundsätzliche Marktentwicklung gibt keine Hinweise auf ein Absinken des Preisniveaus, sondern lässt eher Spielraum für Preisbewegungen nach oben. Auch wenn sich die Preise für die Rohölmarke Brent im August leicht entspannten, blieben sie in der Nähe der 80 $/bbl-Marke. Viel wird letztendlich davon abhängen, wie das US-Ölembargo gegenüber dem Iran tatsächlich wirkt.

Auch Brennholz und Holzpellets teurer als vor einem Jahr

Der Preis von Brennholz stieg im August gegenüber Juli 2018 um 0,8 %, im Jahresvergleich kam Brennholz auf ein Plus von 10 %. Die Preise für Holzpellets lagen im Monatsvergleich um 0,4 % über dem Vormonat. Im Jahresvergleich blieb ein Plus von 4 %.

Gas im Vergleich zum Vorjahr immer noch günstiger

Nach den Preissteigerungen im Juli blieben die Haushaltskundenpreise für Gas und Strom im August konstant. Der Gaspreis lag im August um 5,7 % unter dem Vorjahreswert, der Strompreis bei einem Minus von 0,1 %. Für Oktober 2018 wurden jedoch bereits Tariferhöhungen angekündigt.

Hier finden Sie eine interaktive Grafik, die EPI und VPI zeigt. 

VPI und EPI der letzten 12 Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria, Berechnung: Österreichische Energieagentur]

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten 12 Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten 12 Monaten.
[Quelle: Statistik Austria]

Feste Brennstoffe in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Festen Brennstoffe (Brennholz, Holzbriketts, Holzpellets) in den letzten 12 Monaten
[Quelle: Statistik Austria]

Mineralölprodukte in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria]

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
[Quelle: Energy Information Administration]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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