Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Jahresrückblick 2018

Die Energiepreis-Entwicklung für das Jahr 2018 finden Sie hier im Detail.

Energiepreisindex November 2019: Energiepreise senken Inflation

Heizöl, Diesel und Superbenzin im Jahresvergleich deutlich günstiger, auch im Monatsvergleich leichte Rückgänge

Video Energiepreisindex November 2019


Hier finden Sie ein kurzes Video (Link auf YouTube) zum aktuellen Energiepreisindex. Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden.


Wien, 20. Jänner 2020
– Im November 2019 sank der Energiepreisindex (EPI) gegenüber dem Vormonat Oktober mit 0,1 % leicht. Das allgemeine Preisniveau (VPI) stieg um 0,2 %. Die Kosten für Haushaltsenergie wirkten sich im Oktober somit weiterhin leicht preisdämpfend aus.

Im Jahresvergleich legte die allgemeine Teuerungsrate um 1,1 % zu, während der EPI im selben Zeitraum um 3,5 % fiel. „2018 haben die Energiepreise die allgemeine Preissteigerung noch deutlich vorangetrieben. Mitte 2019 hat sich dieser Trend wieder umgekehrt. Seitdem wirken die Energiepreise dämpfend auf die ohnedies niedrige allgemeine Inflationsrate“, analysiert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

„Ursache dafür waren fallende Erdölpreise. Diese wirkten sich naturgemäß auf die Preise für erdölbasierte Produkte wie Heizöl, Diesel und Superbenzin aus“, so Traupmann weiter. Das seien zwar positive Nachrichten für die Konsumenten, nicht aber für den Klimaschutz. So wurden laut Schätzungen des Fachverbandes der Mineralölindustrie in Österreich auch 2019 ganze 10,5 Milliarden Liter Kraftstoff verbraucht, in Summe sogar geringfügig mehr als im Jahr 2018. Zudem wurden 2019 in Österreich rund 1,1 Millionen Tonnen Heizöl Extraleicht verbrannt, gegenüber 2018 ist das ein Anstieg von etwa 2,9 %. Im Schnitt waren in den vergangenen Jahren die Ölheizungen in den heimischen Haushalten für rund 3 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen verantwortlich.

Heizöl, Diesel und Superbenzin sowohl im Jahres- als auch Monatsvergleich weiterhin günstiger

Im Monatsvergleich wurde Heizöl um 2,0 % und Diesel sowie Superbenzin um jeweils 0,2 % günstiger. Im Jahresvergleich war der Preis für Diesel um 8,6 % niedriger. Der Preis für Superbenzin fiel im Vergleich zum November 2018 um 6,2 %, während Heizöl um 13,4 % billiger wurde.

Preisplus bei Brennholz und Pellets

Der Preis von Brennholz stieg im Monatsvergleich um 1,3 %, gegenüber November des Vorjahres um 2,7 %. Der Preis für Holzpellets lag im Monatsvergleich um 0,2 % höher. Im Jahresvergleich legte er um 0,3 % zu.

Preise für Strom, Gas und Fernwärme konstant

Strom, Gas und Fernwärme blieben im Monatsvergleich jeweils unverändert. Im Jahresvergleich fiel der Gaspreis um 0,7 %. Der Strompreis zeigte ein Plus von 1,7 %. Die Preise von Fernwärme stiegen im Jahresvergleich ebenfalls um 1,7%.

VPI und EPI der letzten 12 Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria, Berechnung: Österreichische Energieagentur]

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten 12 Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten 12 Monaten.
[Quelle: Statistik Austria]

Feste Brennstoffe in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Festen Brennstoffe (Brennholz, Holzbriketts, Holzpellets) in den letzten 12 Monaten
[Quelle: Statistik Austria]

Mineralölprodukte in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria]

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
[Quelle: Energy Information Administration]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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