Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Jahresrückblick 2017

Die Energiepreis-Entwicklung für das Jahr 2017 finden Sie hier im Detail.

Energiepreisindex Jänner: Energiepreise im Jahresvergleich weiter leicht gestiegen

  • Niedrigere Netztarife senken Gaspreise für Haushalte
  • Strompreise etwas niedriger als im Jänner vor einem Jahr
  • Heizöl- und Treibstoffpreise steigen weiter an

Wien, 30. März 2018 - Österreichs Haushalte zahlten im Jänner 2018 um 0,6 % mehr für Energie als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Dezember fiel der Unterschied zum Vorjahr mit 1,7 % allerdings noch deutlich höher aus. Im Monatsvergleich stieg der Energiepreisindex der Österreichischen Energie­agentur jedoch nicht.

Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, unterstreicht die unterschied­lichen Entwicklungen der Energieträger: „Bei festen Brennstoffen und Heizöl war im Jänner der stärkste Preisanstieg zu verzeichnen, bei Treibstoffen und Fernwärme ist die Teuerung geringer ausgefallen.“ Die folgende Tabelle zeigt die Hauptpreistreiber der im EPI angeführten Energieträger.

Veränderungen der Energiepreise im Jahresvergleich Jänner 2017 – Jänner 2018


Datenquelle: Statistik Austria, Berechnungen: Österreichische Energieagentur

Höchststand bei Heizölpreisen seit Juni 2015

Der Preisanstieg von Heizöl fiel im Jahresvergleich mit 3,7 % gleich stark aus wie im Vormonat. Eine 3.000-Liter-Tankfüllung kostete im Jänner damit rund 80 Euro mehr als vor einem Jahr. Im Dezember lagen die Mehrkosten bei rund 66 Euro.
Im Monatsvergleich ist der Heizölpreis im Jänner um 3,3 % angestiegen. Im Dezember war die Steigerung mit 0,8 % geringer. Der Heizölpreis erreichte im Jänner 2018 somit den höchsten Stand seit Juni 2015.

Treibstoffe: Superbenzin und Diesel weiterhin auf hohem Niveau

Die Treibstoffpreise stiegen im Jahresvergleich im Jänner mit 1,7 % weniger stark als im Dezember (+5,0 %). Im Detail bedeutet das: Bei Superbenzin ging der Preisanstieg im Jahresvergleich von 3,2 % im Dezember auf 1,2 % im Jänner zurück. Bei Diesel ging der Anstieg von 6,2 % im Dezember auf 2,0 % im Jänner zurück. Damit bleibt der Diesel- und Superbenzinpreis weiterhin auf dem höchsten Stand seit Juni bzw. August 2015.
Der Preisvorteil an den heimischen Tankstellen gegenüber dem EU-Durchschnitt blieb weiterhin bestehen: Eine 50-Liter-Tankfüllung Superbenzin kostete in Österreich im Jänner durchschnittlich rund 8,70 Euro weniger, bei Diesel fiel der Unterschied für dieselbe Menge mit rund 6,1 Euro etwas geringer aus.
Im Monatsvergleich war Super um 0,8 % und Diesel um 1,2 % teurer.

Fernwärme teurer als vor einem Jahr, Strom und Gas billiger

Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Preis von Fernwärme um 1,4 % an. Der Vergleich zum Vormonat zeigte keine signifikante Veränderung.
Anders zeigt sich das Bild bei Strom und Gas: Bei Strom gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Preisrückgang von 0,5 %, bei Gas eine deutliche Reduktion um 6,1 %, die auf die Netztarifsenkung zurückzuführen ist. Im Monatsvergleich war Gas um 5,9 % und Strom um 0,4 % günstiger.

Feste Brennstoffe gegenüber Vorjahr um 5,1 % teurer

Die Preise für feste Brennstoffe lagen im Jänner um 5,1 % höher als im Vorjahresmonat. Dafür waren vor allem der um 5,5 % höhere Preis für Brennholz und der um 7,1 % höhere Preis für Holzbriketts verantwortlich. Auch die Kosten für Holzpellets (+3,6 %) stiegen im Jahresvergleich an. Im Monatsvergleich lag der Preis für Brennholz um 0,9 %, jener für Pellets um 2 % und jener von Holzbriketts um 1,2 % höher als im Vormonat.

VPI und EPI der letzten 12 Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria, Berechnung: Österreichische Energieagentur]

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten 12 Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten 12 Monaten.
[Quelle: Statistik Austria]

Feste Brennstoffe in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Festen Brennstoffe (Brennholz, Holzbriketts, Holzpellets) in den letzten 12 Monaten
[Quelle: Statistik Austria]

Mineralölprodukte in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria]

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
[Quelle: Energy Information Administration]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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