Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Jahresrückblick 2018

Die Energiepreis-Entwicklung für das Jahr 2018 finden Sie hier im Detail.

Energiepreisindex Oktober 2019: Heizöl und Treibstoffe deutlich günstiger als vor einem Jahr

  • Preise von Erdölprodukten im Oktober 2018 allerdings auf Vier-Jahreshoch
  • Im Monatsvergleich nur geringe Veränderungen

Wien, 9. Dezember 2019 – Im Oktober 2019 stieg der Energiepreisindex (EPI) gegenüber dem Vormonat September um 0,1 %, das allgemeine Preisniveau (VPI) um 0,2 %. Die Kosten für Haushaltsenergie wirkten sich im Oktober somit leicht preisdämpfend aus.
Im Jahresvergleich legte die allgemeine Teuerungsrate um 1,1 % zu, während der EPI im selben Zeitraum um 3,2 % fiel.
„Im Jahresvergleich fällt besonders auf, dass die Preise von Heizöl, Diesel und Superbenzin deutlich günstiger sind. Man sollte sich von diesen starken Preisrückgängen allerdings nicht täuschen lassen. Diese vorteilhaft erscheinende Preisentwicklung beruht nämlich lediglich auf den hohen Preisen im Oktober 2018“, erklärt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Denn vor einem Jahr waren die Preise für erdölbasierte Energieträger auf einem Vier-Jahreshoch, zuletzt befanden sie sich im September 2014 auf einem ähnlich niedrigen Niveau.
Diese Entwicklung ist durch den Erdölpreis vorgezeichnet: Mitte Oktober 2018 kam Rohöl der Marke Brent immerhin auf knapp über 80 $/bbl. Noch im August 2018 lag der Preis bei etwa 72 $/bbl, im Dezember 2018 war er schon wieder auf 60 $/bbl gefallen. Auf diesem Niveau lagen die Rohölpreise auch im Oktober 2019.
Die Preise für Diesel, Superbenzin und Heizöl ohne Steuern und Abgaben folgen einem ähnlichen Muster (siehe Grafik).


Heizöl und Superbenzin sowohl im Jahres- als auch Monatsvergleich günstiger

Im Monatsvergleich wurde Heizöl um 0,3 % und Superbenzin um 0,7 % günstiger, die Preise für Diesel stiegen im selben Zeitraum um 0,5 %. Im Jahresvergleich war der Preis für Diesel um 7,8 % niedriger. Der Preis für Superbenzin fiel im Vergleich zum Oktober 2018 um 6,9 %, während Heizöl um ganze 11,6 % billiger wurde.

Preisplus bei Brennholz und Pellets

Der Preis von Brennholz stieg im Monatsvergleich um 0,8 %. Gegenüber Oktober 2018 zeigt sich ein Plus von 3,3 %. Der Preis für Holzpellets ist im Monatsvergleich um 2,4 % gestiegen, im Jahresvergleich ist er um 1,3 % höher.

Auch bei Fernwärme Preisanstiege

Im Monatsvergleich stieg der Preis von Fernwärme um 0,5 %. Im Zeitraum von Oktober 2018 bis Oktober 2019 legte er um 1,6 % zu.

Strom und Gas kosteten gleich viel wie im Vormonat

Strom und Gas blieben im Monatsvergleich jeweils unverändert. Im Jahresvergleich fiel der Gaspreis um 0,7 %, der Strompreis zeigte ein Plus von 1,7 % (ein Schwerpunkt zum Thema Strom findet sich in diesem Energiepreisindex).

VPI und EPI der letzten 12 Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria, Berechnung: Österreichische Energieagentur]

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten 12 Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten 12 Monaten.
[Quelle: Statistik Austria]

Feste Brennstoffe in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Festen Brennstoffe (Brennholz, Holzbriketts, Holzpellets) in den letzten 12 Monaten
[Quelle: Statistik Austria]

Mineralölprodukte in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria]

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
[Quelle: Energy Information Administration]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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