Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Jahresrückblick 2017

Die Energiepreis-Entwicklung für das Jahr 2017 finden Sie hier im Detail.

Energiepreisindex: Kaum Veränderungen im Februar 2019

Video Energiepreisindex Februar 2019



Hier finden Sie ein kurzes Video zum aktuellen Energiepreisindex.Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden. Gerne senden wir Ihnen das Videomaterial auch ohne Logos.




Wien, 18. April 2019
– Von Jänner auf Februar blieben sowohl Energiepreisindex (EPI) wie auch das allgemeine Preisniveau annähernd gleich (siehe Tabelle). Auch die einzelnen Positionen des Energiepreisindex wiesen im Monatsvergleich keine bedeutenden Änderungen auf. Lediglich Heizöl wurde nach zwei Monaten mit starken Rückgängen mit einem Plus von 2,2 % wieder teurer. Im Jahresvergleich blieb der EPI mit einem Plus von 3,5 % deutlich über der allgemeinen Inflationsrate von 1,5 %.
„Aktuell beobachten wir starke Bewegungen auf allen Großhandelsmärkten für Energie“, analysiert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, und ergänzt: „Inwieweit diese Entwicklungen nachhaltig genug sind, um sich auf die Preise der Endkonsumenten auszuwirken, bleibt vorerst abzuwarten.“ Zuletzt sind vor allem die Weltmarktpreise für Gas und Kohle wieder deutlich zurückgegangen. Auch die Großhandelspreise für Strom haben sich nach einem turbulenten Herbst auf hohem Niveau stabilisiert.

Brennholz im Handel – deutlich teurer als vor einem Jahr, aber langfristig stabil

Bei der Analyse der Brennholzpreise ist zu beachten, dass sich die Datengrundlage des EPI auf Brennholz bezieht, das im Handel verkauft wird. Somit spiegeln die beobachteten Änderungsraten die Preise für Endkonsumenten wider, die ihr Brennholz zum Beispiel im Baumarkt kaufen. Dabei handelt es sich in der Regel um hochwertiges Hartholz. Gleichzeitig ist durch die Borkenkäferproblematik Schadholz, größtenteils Weichholz (Nadelholz), in relativ großen Mengen vorhanden. Diese Entwicklung hat daher keine Auswirkungen für Endverbraucher, die ihr Einfamilienhaus mit im Handel bezogenem (Hart-)Holz heizen (Weitere Details auch in diesem Video zum Energiepreisindex Februar).
Nach den Preisen für Heizöl mit einem Plus von 8,4 % war die Preissteigerung für Brennholz im Jahresvergleich mit 8,2 % am höchsten. Im langfristigen Vergleich entwickelten sich die Preise für Brennholz allerdings einigermaßen stabil. Über den Zeitraum 2007 - 2017 verlief die Entwicklung annähernd parallel zur allgemeinen Teuerung. Seit Beginn des Jahres 2018 lag der Preisanstieg für Brennholz über dem EPI (siehe Grafik unten).
Im Vergleich dazu korrelieren die Preise für Heizöl stark mit den Preisen auf internationalen Rohölmärkten. Das führt dazu, dass die Preise für Heizöl deutlich größeren Schwankungen unterliegen als jene für Brennholz. „Der Holzmarkt ist durch Regionalität und kurze Wertschöpfungsketten geprägt und nicht mit den Mechanismen der großen internationalen Märkte für andere Energieträger, wie Erdgas oder Erdöl, vergleichbar“, erklärt Traupmann.

Leichter Anstieg bei biogenen Brennstoffen

Im Vergleich zum Brennholz fiel die Teuerung bei Pellets und Briketts im Jahresvergleich (Februar 2018 - Februar 2019) deutlich geringer aus. Mit einem Plus von 3,9 % für Holzpellets und 2,6 % für Holzbriketts lag sie dennoch über der allgemeinen Teuerungsrate. In Summe sind diese festen biogen Brennstoffe im Jahresvergleich um 6,9 % gestiegen. Im Monatsvergleich kommen Holzpellets auf ein Plus von 0,2 %, Briketts auf 0,1 %.

Entspannung bei Treibstoffen

Die Treibstoffpreise sind im Monatsvergleich weiter zurückgegangen. Die Preise für Superbenzin sanken im Monatsvergleich um 0,5 % und lagen damit um 2,3 % unter dem Wert von Februar 2018. Der Preis für Diesel fiel im Monatsvergleich lediglich um 0,2 %. Im Jahresvergleich blieb ein Plus von 4,1 %.

Fernwärme, Strom und Gas im Monatsvergleich stabil

Fernwärme kostete im Februar 2019 gleichviel wie im Vormonat. Im Jahresvergleich legte Fernwärme um 2,4 % zu. Auch der Gaspreis stagnierte im Monatsvergleich, im Jahresvergleich zeigte sich ein Plus von 1,5 %. Die Haushaltpreise für Strom kamen im Monatsvergleich auf ein Plus von 0,1 %. Im Jahresvergleich stand ein Plus von 4,2 % (Ein Schwerpunkt zum Thema Strom findet sich in diesem Energiepreisindex).

Der Energiepreisindex Februar 2019 auf youtube: https://youtu.be/rjYEAFtu1DY

VPI und EPI der letzten 12 Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria, Berechnung: Österreichische Energieagentur]

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten 12 Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten 12 Monaten.
[Quelle: Statistik Austria]

Feste Brennstoffe in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Festen Brennstoffe (Brennholz, Holzbriketts, Holzpellets) in den letzten 12 Monaten
[Quelle: Statistik Austria]

Mineralölprodukte in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria]

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
[Quelle: Energy Information Administration]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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