Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Jahresrückblick 2018

Die Energiepreis-Entwicklung für das Jahr 2018 finden Sie hier im Detail.

Energiepreisindex April 2019: Erdölprodukte wieder teurer

• Superbenzin mit stärkstem Preisanstieg im Monatsvergleich
• Preise für Holzpellets geben nach

Video-Beitrag Energiepreisindex April 2019

Hier finden Sie ein kurzes Video zum aktuellen Energiepreisindex.Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden.





Wien, 21. Juni 2019
– Von März auf April stieg der Energiepreisindex (EPI) um 1,1 % an, während das allgemeine Preisniveau mit einem Plus von 0,1% fast gleich blieb. Im Jahresvergleich legte der EPI 4,7 % und der VPI 1, 7 % zu. Somit waren die Energiepreise sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich preistreibend. „Die Preise der meisten Energieträger sind im Monatsvergleich stabil geblieben. Nur Superbenzin, Heizöl und Diesel weisen Preissteigerungen auf, während die Preise für Pellets sogar gesunken sind.“, erklärt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

Heizöl um fast 8 % teurer als vor einem Jahr

Im April stiegen die Preise für alle gelisteten fossilen Brennstoffe erneut. Für Heizöl lag die Teuerung gegenüber März 2019 bei 1,9 %, für Superbenzin war ein Plus von 4,6 % und für Diesel von 1,4 % zu verzeichnen. Im Jahresvergleich liegt Heizöl um fast 8 %, Super um 4 % und Diesel um 5,5 % höher. „Die Preise auf den Rohölmärkten zeigten im April noch nach oben. Der Rohölpreis der Marke Brent startete Anfang April bei rund 68 $/bbl und erreichte gegen Ende April kurzzeitig fast 75 $/bbl“, erklärt Traupmann. Mit Mai 2019 begann der Ölpreis jedoch zu sinken und fiel Anfang Juni relativ rasch auf ca. 62 $/bbl. Diese Entwicklung ist mittlerweile auch an der Zapfsäule angekommen.
„Das Thema Treibstoffpreise ist gerade zu Beginn der Reisezeit für viele Haushalte interessant. Der Vergleich unter den beliebtesten Autoreisezielen der Österreicher zeigt, dass die heimischen Treibstoffpreise relativ günstig liegen“, führt Traupmann aus.  Am teuersten ist Super Benzin mit 1,61 €/Liter in Italien. In Österreich zahlt der Verbraucher aktuell im Mittel 1,27 €/Liter. „Der Preisunterschied einer 50 Liter Tankfüllung Super Benzin zwischen Italien und Österreich beträgt daher rund 17 Euro“, ergänzt Traupmann.

 

Auch Brennholz teurer als im April 2018

Der Preis von Brennholz blieb im Monatsvergleich konstant, liegt aber gegenüber April 2018 um 8 % höher. Die Preise für Holzpellets sind im Monatsvergleich um 2,5 % gefallen. Ein Plus von 1,8 % im Jahresvergleich ist ein vergleichsweise günstiger Wert, nur Gas weist einen geringeren Preisanstieg auf.

Fernwärme, Strom und Gas im Monatsvergleich stabil

Fernwärme, Gas und Strom kosteten im April 2019 gleich viel wie im Vormonat. Im Jahresvergleich legte Fernwärme um 2,1 % zu, der Gaspreis stieg um 1,5 % und der Strompreis zeigte ein Plus von 4 % (Ein Schwerpunkt zum Thema Strom findet sich in diesem Energiepreisindex).

VPI und EPI der letzten 12 Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria, Berechnung: Österreichische Energieagentur]

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten 12 Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten 12 Monaten.
[Quelle: Statistik Austria]

Feste Brennstoffe in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Festen Brennstoffe (Brennholz, Holzbriketts, Holzpellets) in den letzten 12 Monaten
[Quelle: Statistik Austria]

Mineralölprodukte in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria]

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
[Quelle: Energy Information Administration]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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