Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Jahresrückblick 2017

Die Energiepreis-Entwicklung für das Jahr 2017 finden Sie hier im Detail.

Energiepreisindex: Preisrückgang bei Erdöl kommt bei KonsumentInnen an

• Haushaltsenergie im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 3,3 % günstiger
• Heizölpreis sinkt im Monatsvergleich um 12 %, aber noch immer um 10 % teurer als vor
   einem Jahr

Hier finden Sie ein kurzes Video zum aktuellen Energiepreisindex.Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden. Gerne senden wir Ihnen das Videomaterial auch ohne Logos.

 


Wien, 04. Februar 2019
Im Dezember ist der Energiepreisindex (EPI) gegenüber November um 3,3 % gefallen. „Die allgemeine Teuerung lag im Vergleichszeitraum bei 0,1 %. Damit wirkten die Energiepreise zum ersten Mal seit fünf Monaten wieder preisdämpfend“, analysiert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, und ergänzt: „Der Preisrückgang auf den Rohölmärkten beginnt bei den Haushalten bemerkbar zu werden. Das unterstreicht einmal mehr die hohe Abhängigkeit von den internationalen Rohölmärkten.“ Die Preise von Diesel und Benzin, aber auch Heizöl, gaben im Dezember deutlich nach. Das sind auch jene Energieträger, die bei der Berechnung des EPIs besonders ins Gewicht fallen. Im Jahresvergleich lag der EPI im Dezember jedoch trotzdem um 5 % über dem Vorjahreswert.

Rohölpreise: Schwankungen sind üblich

In den vergangenen Jahren stiegen die Preise für Rohöl kontinuierlich an. Im Jänner 2016 lag der Preis für ein Barrel der Marke Brent bei ungefähr 30 $. Das war der niedrigste Wert seit 2004. Im vergangenem Oktober erreichte der Preis mit ungefähr 85 $/bbl seinen vorläufigen Höchststand. Im darauf folgenden Zeitraum Oktober 2018 – Dezember 2018 fiel er dann um ganze 30 % und pendelte sich bei rund 60 $/bbl ein. Die noch im Herbst erwartete Verknappung, getrieben durch drohende Wirtschaftssanktionen und die gute Konjunktur, blieb weitestgehend aus.
Gegenüber Dezember 2017 war damit der Preis, trotz der empfindlichen Steigerungen im Sommer 2018, um 6 % niedriger.


„In den vergangen Jahren haben wir auch schon Perioden mit deutlich höheren Rohölpreisen erlebt. Auch kurzfristige Preisstürze sind immer wieder zu beobachten. Das beweist einmal mehr, wie schwer prognostizierbar Preise für Produkte auf Basis dieses Rohstoffes sind“, sagt Traupmann. Im Juli 2008, kurz vor Ausbruch der Finanzkrise, lag der Preis mit über 130 $/bbl auf Rekordniveau. Im Dezember desselben Jahres sackte er um 70 % auf 40 $/bbl ab. Auch in der ersten Hälfte des Jahrzehnts befand sich der Rohölpreis im Mittel deutlich über der 100-$-Marke. Ab der zweiten Jahreshälfte 2014 büßte er innerhalb weniger Monate mehr als 60 % ein.

Heizöl und Treibstoffe billiger als im Vormonat

Der Preis von Heizöl sank im Monatsvergleich um 12,2 %. Superbenzin und Diesel waren im selben Zeitraum um 5,9 % bzw. um 5,5 % günstiger. Im Jahresvergleich aber blieben die flüssigen fossilen Brennstoffe, anders als der Rohölpreis, noch deutlich über dem Vorjahreswert. Heizöl legte im Jahresvergleich von Dezember 2017 auf Dezember 2018 um 9,5 % zu, während die Preise von Superbenzin und Diesel um 3,8 % bzw. 8,9 % stiegen.

Brennholz, Holzpellets, Fernwärme, Strom und Gas im Monatsvergleich stabil

Der Preis von Brennholz fiel im Dezember gegenüber November um 0,7 %. Im Jahresvergleich kam Brennholz auf ein Plus von 9,6 %. Holzpellets waren um 0,3 % teurer als im Vormonat. Im Jahresvergleich zeigte sich ein Plus von 5,3 %.
Fernwärme und Strom kosteten im Dezember 2018 gleich viel wie im Vormonat November. Der Gaspreis stieg in diesem Zeitraum um 0,2 %. Im Jahresvergleich legte Strom um 3,7 % zu, während Fernwärme um 2,2 % teurer wurde. Der Gaspreis hingegen fiel im Vergleich zum Dezember vor einem Jahr um 3 %.

VPI und EPI der letzten 12 Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria, Berechnung: Österreichische Energieagentur]

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten 12 Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten 12 Monaten.
[Quelle: Statistik Austria]

Feste Brennstoffe in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Festen Brennstoffe (Brennholz, Holzbriketts, Holzpellets) in den letzten 12 Monaten
[Quelle: Statistik Austria]

Mineralölprodukte in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria]

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
[Quelle: Energy Information Administration]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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