Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Jahresrückblick 2018

Die Energiepreis-Entwicklung für das Jahr 2018 finden Sie hier im Detail.

Energiepreisindex Juni 2019: Nach sechs Monaten erstmals wieder ein Rückgang

• Entspannung bei Treibstoffen und Heizöl
• Strompreise ziehen weiter an

Wien, 6. August 2019 – Mit einem Minus von 1,1 % ist der Energiepreisindex (EPI) im Juni 2019 erstmals seit Jänner 2019 wieder gesunken. Die Steigerung von April auf Mai wurde damit ausgeglichen. Im Jahresvergleich lag der EPI um nur 0,9 % über dem im Juni des Vorjahres. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg gegenüber dem Juni-Wert des Vorjahres um 1,6 % bzw. gegenüber dem Vormonat um 0,1 %. Somit wirkten die Energiepreise sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich preisdämpfend.

„Die Preise für Treibstoffe sind nach einem längeren Aufwärtstrend wieder gefallen und lagen sogar unter dem Preisniveau des Juni 2018. Das sorgte kurzfristig für Entspannung. Im Vergleich der letzten fünf Jahre liegen Benzin und Diesel aber nach wie vor relativ hoch. Zu spüren bekamen die Haushaltskunden, wenn auch mit Verzögerungen, die Entwicklungen am Strom-Großhandelsmarkt: Seit Anfang 2019 haben mittlerweile bereits über 60 Anbieter ihre Stromtarife angepasst“,  erklärt Peter Traupmann Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

Gaspreise stiegen leicht

Die Gaspreise stiegen im Monatsvergleich mit 0,3 % an. Im Jahresvergleich Juni 2018 zu Juni 2019 erhöhten sich die Preise um 1,9 %. Im Großhandel liegen die Erdgaspreise hingegen so günstig wie zuletzt Anfang 2010, das spiegelt sich auch im Österreichischen Gaspreisindex mit einem Minus von 35 % gegenüber dem Jahresanfang wieder. Auch der Füllstand der Gasspeicher ist auf Grund des milden vergangenen Winters bereits zur Jahresmitte auf dem Höchststand wie ansonsten erst knapp vor Beginn der Heizsaison. „Der Haushaltkundenmarkt für Gas ist im Vergleich zu den Märkten anderer Energieträger eher träge“, erklärt Traupmann und ergänzt: „Veränderungen der Marktpreise erreichen die Konsumenten nur abgeschwächt. Das gilt für Preissprünge in beide Richtungen, es wurden bislang also auch steigende Großhandelspreise während der Heizperiode nur abgedämpft an die Haushaltskunden weitergegeben.“

Treibstoffe und Heizöl wurden billiger

Die Treibstoffpreise haben im Monatsvergleich nachgelassen. Der Preis für Superbenzin fiel dabei um 2 % und lag um 1,9 % unter dem Wert des Monats Juni 2018. Für Diesel fiel der Preis um 3,1 %, sowohl im Monatsvergleich als auch im Jahresvergleich. Heizöl ist von Mai auf Juni sogar um 5,3 % gesunken. Im Jahresvergleich bleibt ein Minus von 3,8 %.

Brennholz teurer als im Vorjahr

Der Preis von Brennholz steigt im Monatsvergleich mit 0,5 %. Gegenüber Juni 2018 bleibt ein Plus von 6,3 %. Die Preise für Holzpellets sind im Monatsvergleich um 0,4 % gefallen. Im Jahresvergleich bleibt ein leichtes Minus von 0,1 %.

Strompreise steigen auch im Juni

Die Preise für Strom von Haushaltskunden stiegen entsprechend der vergangenen Entwicklung am Großhandelsmarkt weiter, im Juni um 1,5 % im Monatsvergleich. Im Jahresvergleich ergibt sich ein Plus von 5,6 %.

Fernwärme kostete im Juni 2019 gleich viel wie im Vormonat. Im Jahresvergleich legte Fernwärme um 2,1 % zu.

VPI und EPI der letzten 12 Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria, Berechnung: Österreichische Energieagentur]

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten 12 Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten 12 Monaten.
[Quelle: Statistik Austria]

Feste Brennstoffe in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Festen Brennstoffe (Brennholz, Holzbriketts, Holzpellets) in den letzten 12 Monaten
[Quelle: Statistik Austria]

Mineralölprodukte in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria]

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
[Quelle: Energy Information Administration]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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