Der aktuelle Heizkostenvergleich

(Marktpreise: September 2016)

Der Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur ist ein Vollkostenvergleich, der Konsumentinnen und Konsumenten als Orientierung dienen soll. Für die individuell richtige Lösung sollte eine Energieberatung von ExpertInnen vor Ort herangezogen werden. Da Heizkosten nicht nur vom gewählten Heizungssystem sondern auch maßgeblich von der thermischen Qualität des Gebäudes abhängig sind, wird für diesen Vergleich ein Einfamilienhaus mit einer Nutzfläche von 118 m2 in den drei folgenden Varianten definiert. Die Modellbeispiele basieren auf durchschnittswerten des österreichischen Gebäudestandards:

·         unsaniert, mit einem Heizwärmebedarf von 175 kWh/m2a

·         thermisch saniert, mit einem Heizwärmebedarf 75 kWh/m2a

·         Neubau, mit einem Heizwärmebedarf von 50 kWh/m2a

 

Der Vollkostenvergleich berücksichtigt Brennstoff-, Investitions- sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten. Förderungen werden nicht berücksichtigt. Doch nicht nur die Kosten werden verglichen, sondern auch durch Heizsysteme verursachte CO2-Emissionen, welche einen direkten Einfluss auf die Umwelt haben.

Die Auswahl der zu vergleichenden Heizsysteme erfolgt mit dem Fokus, den Stand der Technik der derzeit am häufigsten neu installierten Heizsysteme in Einfamilienhäusern in Österreich abzubilden.

Der Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur vergleicht folgende Heizsysteme:

·         Fernwärme

·         Erdgas-Brennwert

·         Öl-Brennwert

·         Scheitholz

·         Pellets

·         Luft/Wasser-Wärmepumpe

·         Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde

 

Für die Brennstoffpreise werden aktuelle Marktpreise herangezogen, die energetische Bewertung des Gebäudes sowie des Heizsystems basiert auf den derzeit gültigen Normen bzw. Richtlinien.

 

Was ist ein Vollkostenvergleich?

Der Vollkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur basiert auf der Annuitätenmethode. Anhand der Investitions- und Installationskosten, Brennstoffkosten sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten werden durchschnittliche Jahreskosten (Annuitäten) bezogen auf den Betrachtungszeitraum der Investition berechnet.

Da sich die tatsächlichen Investitionskosten im Einzelfall sehr stark voneinander unterscheiden können, werden die Investitionskosten in einer Maximal- und einer Minimalvariante angenommen.

1.    Die Maximalvariante basiert auf einer kompletten Neuausstattung des Gebäudes mit einem neuen Heizsystem. Es wird also davon ausgegangen, dass das gesamte Heizungssystem vom Heizkessel bis zum Wärmeabgabesystem – neu installiert wird und keine vorhandenen Altkomponenten des bisherigen Heizsystems weiter genutzt werden können.

 

2.     Im Unterschied dazu basiert die Minimalvariante auf der Annahme, dass der gleiche Energieträger weiter genutzt wird und funktionsfähige Komponenten (z.B. Wärmeabgabesystem, Gasanschluss bei Gasheizungen oder Öl-Tank bei Ölheizungen) weiter verwendet werden können.

 

CO2-Emissionen

Die Bewertung der CO2-Emissionen der Heizsysteme beruht auf der OIB Richtlinie 6, Energieeinsparung und Wärmeschutz (2015).

 

Rückfragehinweis

Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency

Ing. Mag. Georg Trnka

georg.trnka@energyagency.at

T. +43-1-586 15 24-173

Haftungsausschluss

Auf Basis der angeführten Berechnungsgrundlagen werden entsprechende Modellrechnungen durchgeführt. Es wird von Seiten der Österreichischen Energieagentur oder ihrer MitarbeiterInnen keine Garantie bzw. Haftung für die Inhalte übernommen.