Der aktuelle Heizkostenvergleich

(Marktpreise: Dezember 2018)

Der Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur ist ein Vollkostenvergleich, der Konsumentinnen und Konsumenten als Orientierung dienen soll. Für die individuell beste Lösung sollte eine Energieberatung durch ExpertInnen vor Ort in Anspruch genommen werden. Da Heizkosten nicht nur vom gewählten Heizungssystem, sondern auch maßgeblich von der thermischen Qualität des Gebäudes abhängig sind, wird für diesen Vergleich ein Einfamilienhaus mit einer Nutzfläche von 118 m² in den drei folgenden Varianten definiert. Die Modellbeispiele basieren auf Durchschnittswerten des österreichischen Gebäudestandards:

  • unsaniert, mit einem Heizwärmebedarf von 175 kWh/m²a

  • thermisch saniert, mit einem Heizwärmebedarf von 60 kWh/m²a

  • Neubau, mit einem Heizwärmebedarf von 45 kWh/m²a

Der Vollkostenvergleich berücksichtigt Brennstoff-, Investitions- sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten.

Förderungen werden nicht berücksichtigt. Eine Ausnahme bildet die Darstellung der „Raus aus Öl“1-Förderung, die für ganz Österreich zur Verfügung steht. Diese Bundesförderung stellt Mittel für die thermische Sanierung sowie für die Umstellung von fossilen auf klimafreundliche Heizsysteme bereit.

Doch nicht nur die Kosten werden verglichen, sondern auch durch Heizsysteme verursachte
CO2-Emissionen
, welche einen direkten Einfluss auf die Umwelt haben.

Die Auswahl der zu vergleichenden Heizsysteme erfolgt mit dem Fokus, den Stand der Technik der derzeit am häufigsten neu installierten Heizsysteme in Einfamilienhäusern in Österreich abzubilden.

Der Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur vergleicht folgende Heizsysteme:

  • Fernwärme
  • Erdgas-Brennwert
  • Öl-Brennwert
  • Scheitholz2
  • Pellets
  • Luft/Wasser-Wärmepumpe3
  • Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde3

Für die Brennstoffpreise werden aktuelle Marktpreise herangezogen, die energetische Bewertung des Gebäudes sowie des Heizsystems basiert auf den derzeit gültigen Normen bzw. Richtlinien.

Was ist ein Vollkostenvergleich?

Der Vollkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur basiert auf der Annuitätenmethode. Anhand der Investitions- und Installationskosten, Brennstoffkosten sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten werden durchschnittliche Jahreskosten (Annuitäten) bezogen auf den Betrachtungszeitraum der Investition berechnet.

Da sich die tatsächlichen Investitionskosten im Einzelfall sehr stark voneinander unterscheiden können, werden die Investitionskosten in einer Maximal- und einer Minimalvariante angenommen.

  1. Die Maximalvariante basiert auf einer kompletten Neuausstattung des Gebäudes mit einem neuen Heizsystem. Es wird also davon ausgegangen, dass das gesamte Heizungssystem neu installiert wird und keine vorhandenen Altkomponenten des bisherigen Heizsystems weiter genutzt werden können.

  2. Im Unterschied dazu basiert die Minimalvariante auf der Annahme, dass der gleiche Energieträger weiter genutzt wird und funktionsfähige Komponenten (z.B. Gasanschluss bei Gasheizungen oder Öltank bei Ölheizungen) weiterverwendet werden können.

CO2-Emissionen

Die Bewertung der CO2-Emissionen der Heizsysteme beruht auf der OIB-Richtlinie 6, Energieeinsparung und Wärmeschutz (2015).

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1 https://www.umweltfoerderung.at/aktuelles-detail/newseintrag/zeige/raus-aus-oel-bonus-von-5000-euro-abholen-und-klima-schuetzen.html

2 Da Scheitholzsysteme im Neubau aufgrund der hohen Energieeffizienzanforderungen der OIB-Richtlinie 6 (2015) an das Gebäude kaum mehr als Hauptheizungssystem eingesetzt werden, werden Scheitholzsysteme im Rahmen des Heizkostenvergleichs nur mehr im sanierten und unsanierten Gebäude betrachtet.

3 Wärmeabgabesystems (von Radiator- zu Flächenheizungen) in unsanierten Bestandsgebäuden nicht üblich ist, werden Wärmepumpensysteme in unsanierten Gebäuden nicht dargestellt.

Rückfragehinweis

Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Ing. Mag. Georg Trnka
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24 -173
georg.trnka(at)energyagency.at
 

Haftungsausschluss

Auf Basis der angeführten Berechnungsgrundlagen werden entsprechende Modellrechnungen durchgeführt. Es wird von Seiten der Österreichischen Energieagentur oder ihrer MitarbeiterInnen keine Garantie bzw. Haftung für die Inhalte übernommen.

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