Zusammenfassung der Umfrage: Digitalisierung in elektrischen Motorsystemen

Die Umfrage Digitalisierung in elektrischen Motorsystemen wurde hauptsächlich von Unternehmen aus den Branchen Herstellung und Produktion (27 %) sowie aus Erbringung von wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (27 %) im Zeitraum Juni bis Oktober 2020 beantwortet.

Etwa die Hälfte der Unternehmen waren kleine Unternehmen; ein Drittel der Unternehmen waren große Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern.
Der größte Anteil (38 %) der Befragten bezeichnen das Digitalisierungsniveau ihrer Organisation als „lean“. 22 % gaben an, bereits ein „integriertes“ Niveau zu haben. 15 % der Unternehmen, die diese Frage beantworteten, betrachteten ihr Niveau bereits als „smart“.

62 Prozent der Unternehmen möchte innerhalb der nächsten zwei Jahre in Digitalisierungstechnologien investieren, weitere 20 % innerhalb der nächsten fünf Jahre.
Von den Technologien, die für diese Umfrage als digitale Technologien betrachtet werden, verwendet mehr als die Hälfte der Unternehmen intelligente Sensoren, „advanced control“ (erweiterte Steuerungen) und kontinuierliche Zustandsüberwachung entweder selbst in ihren Organisationen oder in ihren Produkten (für Hersteller motorgetriebener Systeme). Darüber hinaus wenden mehr als 40 % der Unternehmen Datenanalysen für Produktionslinien, Cloud-basierte Dienste und das Internet der Dinge an. In Verbindung mit motorgetriebenen Systemen ist der Prozentsatz niedriger (etwa um 6–10 % niedriger).

25 Prozent der Befragten bewerten die Steigerung der Energieeffizienz von Elektromotorsystemen durch die Verwendung digitaler Lösungen im Zusammenhang mit der Verwendung digitaler Lösungen mit 6 bis 10 %. Fast die Hälfte der Befragten schätzt die Einsparungen als noch höher ein: zwischen 11 und 40 %. Weitere acht % glauben, dass die Einsparungen mehr als 40 % erreichen könnten. Im Durchschnitt wird damit ein Einsparpotenzial von 15-20 % genannt.

79 Prozent der Befragten glauben, dass intelligente Sensoren, Aktoren und Smart Meter ihnen oder ihren Kunden beim Energiesparen helfen werden. Darüber hinaus werden besonders erweiterte Steuerung und kontinuierliche Zustandsüberwachung als wichtige Instrumente zur Energieeinsparung angesehen.
In Bezug auf die Vorteile des Einsatzes digitaler Produktionstechnologien wurden am häufigsten eine höhere Produktionseffizienz (82 %), flexiblere Systeme und eine bessere Steuerung (76 %) sowie eine höhere Systemverfügbarkeit durch vorausschauende Wartung (73 %) genannt.
Im Gegensatz dazu wurden von mehr als der Hälfte der Befragten ein erhöhtes Ausfallrisiko (55 %) und höhere Anschaffungs- und Implementierungskosten für die Infrastruktur als Hauptnachteile genannt.
Als Haupthindernisse werden der Mangel an qualifiziertem Personal (67 %), die hohen Investitionskosten (65 %) und die Komplexität bei der Integration in bestehende Systeme genannt.
Achtzig Prozent der Befragten betrachten gute technische Lösungen für die Cybersicherheit und die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal als die wichtigsten Voraussetzungen für den Einsatz digitaler Produktionstechnologien.
Rund drei Viertel der Befragten betrachten die Entwicklung von Bildungsprogrammen und den Standardisierungsprozess zur Harmonisierung von Protokollen sowie Forschungssubventionen als wichtige politische Instrumente zur Überwindung dieser Hindernisse.

>> Hier finden Sie den kompletten Report (auf englisch)

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