Forschungsfonds für Kohle und Stahl

Der Forschungsfonds für Kohle und Stahl hat seinen Ursprung in der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Der europäische Vertrag über die Gemeinschaft für Kohle und Stahl aus dem Jahr 1952 lief im Jahr 2002 aus. In Hinblick darauf wurde bereits im Jahr 1997 eine Resolution vom Europäischen Rat in Amsterdam verabschiedet, die den Weg für ein neues Forschungsprogramm unter dem Namen ''Forschungsprogramm des Forschungsfonds für Kohle und Stahl'' ebnete.

Die Österreichische Energieagentur unterstützt das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie bei der Dissemination der Aktivitäten des Forschungsfonds.

Der Fonds verfügt über ein jährliches Budget, das aus dem Vermögen der ehemaligen Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl finanziert wird. Die Verteilung zwischen Kohle und Stahl ist fixiert (27,2 % für Kohle, 72,8 % für Stahl). Das zum Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe ergänzende und eigenständige Programm orientiert sich an den Zielsetzungen des European Green Deal.

Ergebnisse der Ausschreibung 2020/2021

Insgesamt wurden zum Stichtag 15. September 2020 142 Projekte eingereicht, davon 34 Kohle- und 108 Stahlforschungsprojekte. Für Projektstarts im Jahr 2021 (Einreichstichtag 15. September 2020) standen 38,1 Mio. Euro zur Verfügung.

Kohle: Von den Einreichungen wurden sieben Projekte zur Förderung vorgeschlagen, in einem dieser Projekte finden sich zwei Organisationen aus Österreich.

Stahl: Von den Einreichungen wurden 22 Anträge zur Förderung vorgeschlagen. In fünf der erfolgreichen Projektkonsortien sind Partnern aus Österreich.

Allgemeines zur Einreichung Ihres Projektes

Projekteinreichungen, die das nächste Jahr betreffen, könnten bis 22. September 2021 eingereicht werden. Nähere Informationen dazu wurden von der Europäischen Kommission am 29. Juni 2021 veröffentlicht. Das Budget der Ausschreibung beträgt 40 Mio. Euro.

Der Höchstsatz der finanziellen Projektunterstützung beträgt:

  1. für Forschungsprojekte bis zu 60 %,
  2. für Pilot- und Demonstrationsprojekte bis zu 50 %,
  3. für Begleitmaßnahmen, unterstützende und vorbereitende Maßnahmen bis zu 60 %. In Ausnahmefällen werden 100% gefördert.

Die eingereichten Projekte werden von unabhängigen Sachverständigen bewertet und aufgrund der Qualität der vorgeschlagenen Forschungsarbeiten ausgewählt.

Im Jahr 2021 wird es voraussichtlich weitere Ausschreibungen des RFCS geben: den Clean Steel Partnership Call (Budget 52 Mio. Euro erwartet) und den Coal Regions in Transition Call mit einem Budget von voraussichtlich 19 Mio. Euro.