Vergleich von Wärmeversorgungskonzepten für Baulandmodelle und neue Siedlungen

In dem Projekt "Wärme Siedlung" wurden unterschiedliche Wärmeversorgungskonzepte für Siedlungsgebiete bzw. Ein- u. Mehrfamilienhäuser gegenübergestellt. Schwerpunkt der Untersuchung war der Vergleich von unterschiedlichen Einzelhausversorgungskonzepten mit unterschiedlichen Nahwärmeversorgungskonzepten. Zu diesem Zweck wurden spezifische Referenzgebäude sowie zwei fiktive Bebauungsstrukturen einer ländlichen Siedlung definiert. Ziel der Untersuchung war es auf Basis von ökonomischen sowie ökologischen Parametern eine Entscheidungsmatrix zu schaffen - sowohl für einen Eigenheimbesitzer als auch für einen möglichen Nahwärmenetzbetreiber.

Auf Basis der getroffenen Annahmen sowie der zur Gegenüberstellung ausgewählten Versorgungskonzepte bzw. -systeme lassen sich die Ergebnisse wie folgt zusammenfassen:

  • Aus Sicht des Eigenheimbesitzers stellte sich das System eines Pelletsbrennwertkessels in Kombination mit einer solarthermischen Anlage zur Warmwasserbereitung am ökonomisch günstigsten heraus.

  • Aus Sicht eines potentiellen Nahwärmenetzbetreibers stellte sich ein innovatives Systemkonzept bestehend aus einem Hackschnitzelkessel, einer Luft/Wasser-Wärmepumpe und einer Photovoltaik-Anlage am ökonomisch günstigsten heraus.

Auf Basis der gewählten Bilanzierungsmethodik (Gutschriftenmethode) des eingespeisten photovoltaischen Stroms weist das definierte Einzelhausversorgungssystem Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik für beide Bebauungsstrukturen die geringsten CO2-Emissionen bzw. den geringsten Primärenergiebedarf auf.

Der Vergleich Einzelhausversorgung versus Nahwärmeversorgung (System Pelletskessel in Kombination mit Solarthermie) zeigt ökologische Vorteile für die Nahwärmevariante.

Aus Sicht eines Eigenheimbesitzers lassen sich die ökonomischen sowie ökologischen Ergebnisse wie folgt zusammenfassen (siehe Abbildung):

Abbildung: Qualitative Darstellung der Ergebnisse aus Sicht eines Eigenheimbesitzers - Einfamilienhaus (Abkürzungen: EH – Einzelhausversorgungssystem, NW – Nahwärmeversorgungssystem)

Wie in obenstehender Abbildung dargestellt weist das Einzelhausversorgungssystem Pelletsbrennwertkessel in Kombination mit einer thermischen Solaranlage die geringsten jährlichen Kosten bei mittlerem Primärenergiebedarf auf. Das Einzelhausversorgungssystem Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaik Anlage weist die höchsten jährlichen Kosten bei geringstem Primärenergiebedarf auf.

Projektdaten
AuftraggeberAmt der Salzburger Landesregierung - Energiewirtschaft und –beratung
Projektleiter/inManuel Mitterndorfer, MSc
Projektdauer11/2012 – 06/2013
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