Wärme von St. Veit für Klagenfurt

Ziel dieser Studie war es herauszufinden,

  • ob die Errichtung einer Fernwärmetransportleitung vom FunderMax Werk 1 in St. Veit/Glan mit einer Anbindung an das Fernwärmenetz Klagenfurt möglich ist;
  • ob es bereits Erfahrungen mit solchen (langen) Leitungen gibt und
  • wie hoch die Wärmeverluste sein werden.

Darüber hinaus sollte geklärt werden, ob die Wärme zu wirtschaftlichen
Konditionen zur Verfügung gestellt werden kann.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass aus derzeitiger Sicht die zeitgerechte
Errichtung einer Fernwärmetrasse vom FunderMax Werk 1 in St. Veit/Glan und
eine Wärmelieferung ab der Stilllegung des Fernheizwerks Klagenfurt am 31.10.
2015 sichergestellt werden kann. Die dafür erforderlichen Entscheidungen
müssten allerdings rasch getroffen werden.

In Österreich wurden bereits einige vergleichbare Fernwärmeleitungen errichtet, die zwischen 14 und 31 km lang sind. Jene von Mellach nach Graz (19 km) wurde bereits in den 1970er Jahren errichtet. Aus technischer Sicht gibt es
keine Argumente gegen eine Leitung von St. Veit nach Klagenfurt.

Die Wärmeverluste werden bei max. 9,4 GWh/a, oder 3,7 % der eingespeisten
Energiemenge liegen. Im Vergleich dazu betrugen die Verluste im Bereich der
Fernwärmeversorgung der Energie Klagenfurt GmbH im Jahr 2009 ca. 78 GWh
pro Jahr (bei einer Leitungslänge von rd. 154 km), das sind etwa 18 % der
Wärmeerzeugung. Die Verluste der Leitung von St. Veit nach Klagenfurt betragen also nur rd. ein Achtel jener des bestehenden Fernwärmenetzes.

Die in St. Veit in die Fernwärmetransportleitung eingespeiste Wärme kann zu
wirtschaftlichen Konditionen in Klagenfurt zur Verfügung gestellt werden.
Vergleichbar mit dem Wärmepreis aus dem Biomasseheizkraftwerk Klagenfurt-
Ost ist eine Wärmeübergabe im Bereich Tessendorf, wo die Energie zu Preisen
von 31 bis 34 €/MWhth zur Verfügung gestellt werden könnte.

Details finden Sie im Bericht der Studie (pdf).

Projektdaten
AuftraggeberFunderMax GmbH
Projektleiter/inGerhard Moritz (energie:bewusst Kärnten)
ProjektteamHerbert Lechner (Österreichische Energieagentur)
Günter Pauritsch (Österreichische Energieagentur)
Bernhard Lang (Österreichische Energieagentur)
Andrea Jamek (Österreichische Energieagentur)
Franz Zach (Österreichische Energieagentur)