Die nächste Generation der Energieausweise – Schließen von Performance-Lücken

Der Energieausweis sollte ein einfach verständliches Dokument sein, mit dem Anwender:innen die Energieeffizienz eines Gebäudes bewerten und vergleichen können. Durch die stetige Weiterentwicklung ist der Energieausweis ein Dokument geworden, dessen Benutzerfreundlichkeit, Genauigkeit und Homogenität in Europa Verbesserungspotenzial aufweisen.

Die Österreichische Energieagentur nimmt sich dieser Tatsache an und beteiligt sich am Project crossCert – Cross Assessment of Energy Certificates in Europe. Das Projekt trägt zur Weiterentwicklung von Gebäude-Energieausweisen bei.

Zunächst wird eine Produkttestmethodik für Energieausweisansätze entwickelt. Anschließend erfolgt eine so genannte Kreuztestung bestehender sowie zukünftiger Energieausweisansätze. Hierzu berechnet jeder Projektpartner Energieausweise für zuvor definierte Gebäude mit den jeweiligen Energieausweisberechnungsprogrammen der Partnerländer. In zwei darauffolgenden Testrunden werden zukünftige Ansätze getestet, die in anderen Projekten entwickelt werden (Energieausweise der nächsten Generation - next generation EPCs).

Während der Projektarbeit laden wir Stakeholder zum Erfahrungsaustausch ein. Die Ergebnisse daraus fließen in die nächste Generation der Energieausweise ein. Konkret werden in diesem Projekt Gebäudeeigentümer, Immobiliengesellschaften, Immobilienmakler:innen, Energieausweisberechner, Ingenieurbüros, Ziviltechniker:innen, Energieberatungsstellen, Netzwerke für energieeffiziente Gebäude etc. angesprochen.

Folgende Aspekte werden im Laufe des Projektes bearbeitet:

  • Neue Energieperformance-Indikatoren und Skalen
  • Sanierungsempfehlungen im Energieausweis
  • Genauigkeit der Berechnung
  • Erfahrungen der Anwender:innen
  • Design von Energieausweisprodukten und Dienstleistungen
  • Training und Ausbildung von Energieausweisausstellern
  • Marketing in Bezug auf Energieausweise
  • Bedürfnisse der Anwender:innen und Investoren
  • Verknüpfen von Energieausweisen mit Energieaudits
  • Integration von Energieausweisen in Datenbanken

Aus den Erfahrungen mit den Berechnungen der Energieausweise, unter Anwendung bestehender und zukünftiger Energieausweisansätze sowie aus den Interviews und Workshops mit relevanten Stakeholdern, werden Empfehlungen für Energieausweise zu folgenden Themen erarbeitet:

  • Verbesserung der Genauigkeit
  • Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit
  • Menschenzentriertes Design
  • Erhöhung der Homogenität der Energieausweisansätze in Europa

Möchten Sie Ihre Erfahrungen und vielleicht auch schon Verbesserungsideen mit uns teilen oder Informationen über geplante Workshops erhalten, wenden Sie sich bitte an nicole.hartl(at)energyagency.at.

Projektdaten
AuftraggeberEUROPEAN COMISSION – European Climate, Infrastructure and Environment Executive Agency
Projektleiter/inNicole Hartl
ProjektteamNaghmeh Altmann-Mavaddat
Patrick Vidovic
ProjektpartnerAustrian Energy Agency (AEA)
Universidad de Zaragoza (UNIZAR)
Heriot-Watt University (HWU)
Inovacijsko-razvojni institute Univerze v Ljubljani (IRI UL)
Centre for Renewable Energy Sources and Saving (CRES)
Regionalna energetska agencija Sjeverozapadne (REGEA)
Krawoja Agencija Poszanowania Energii (KAPE)
FONDATSIYA TSENTAR ZA ENERGIYNA EFEKTIVNOST – ENEFEKT (ENEFFECT)
Malta Intelligent Energy Management Agency (MIEMA)
Ente Público Regional de la Energía de Castilla y León (EREN)
Energy Consulting Network (ECNET)
Climate Alliance (CA)
Projektdauer09/2021 – 08/2024