Forschungsfonds für Kohle und Stahl

Der Forschungsfonds für Kohle und Stahl  hat seinen Ursprung in der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS).

Der europäische Vertrag über die Gemeinschaft für Kohle und Stahl aus dem Jahr 1952 lief mit 23. Juli 2002 aus. In Hinblick darauf wurde im Jahr 1997 eine Resolution vom Europäischen Rat in Amsterdam verabschiedet, die den Weg für ein neues Forschungsprogramm unter dem Namen ''Forschungsprogramm des Forschungsfonds für Kohle und Stahl'' ebnete.

Die Österreichische Energieagentur unterstützt das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie bei der Dissemination der Aktivitäten des Forschungsfonds.

Der Fonds verfügt über ein jährliches Budget, das aus den Zinsen des Vermögens der ehemaligen Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl finanziert wird. Auf Grund der Zinssituation der letzten Jahre sank das verfügbare Budget kontinuierlich, für Projektstarts im Jahr 2019 (Einreichstichtag 18. September 2018) standen aber immerhin wieder fast 42 Mio. Euro zur Verfügung. Die Verteilung zwischen Kohle und Stahl ist vertraglich fixiert (27,2 % für Kohle, 72,8 % für Stahl).

Das zum Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 ergänzende und eigenständige Programm erstreckt sich auf alle Aspekte von Kohle und Stahl - von der Produktion bis hin zur Anwendung sowie auf die Nutzung und Umwandlung der Ressourcen, die Sicherheit am Arbeitsplatz und den Umweltschutz. Es soll dazu beitragen, die Nutzung der Kohle als sauberer Energieträger zu verbessern und CO2-Emissionen aus der Nutzung der Kohle sowie der Stahlproduktion zu verringern. Die Verwaltung des Forschungsprogramms erfolgt durch die Europäische Kommission.

Diese Ziele des RFCS basieren auf Prioritäten einzelner Plattformen zu den jeweiligen Themen, diese sind European Steel Technology Platform (ESTEP) für Stahl, die Zero Emission Platform (ZEP) für die Nutzung von Kohle und die European Technology Platform on Sustainable Mineral Resources (ETP SMR) für Aspekte des Bergbaus.

Ergebnisse der Ausschreibung 2019/2020

Insgesamt wurden zum Stichtag 17. September 2019 139 Projekte eingereicht, davon 39 Kohle- und 100 Stahlforschungsprojekte.

Kohle: Von den Einreichungen wurden sechs Projekte zur Förderung vorgeschlagen, in einem dieser  Projekte finden sich zwei Organisationen aus Österreich.

Stahl: Von den Einreichungen wurden 26 Anträge zur Förderung vorgeschlagen. Zwei dieser Projektkonsortien mit Partnern aus Österreich erhalten eine Förderung.

Allgemeines zur Einreichung Ihres Projektes

Projekteinreichungen, die das nächste Jahr betreffen, könnten bis 15. September 2020 eingereicht werden. Nähere Informationen dazu werden von der Europäischen Kommission im Juni 2020 veröffentlicht.

Es gibt keine Obergrenze für das Projektbudget oder die Zahl der an den einzelnen Projekten beteiligten Partner. Auch Drittländer können sich beteiligen, erhalten aber keine finanzielle Unterstützung von europäischer Seite.

Der Höchstsatz der finanziellen Projektunterstützung beträgt:

  1. für Forschungsprojekte bis zu 60 %,
  2. für Pilot- und Demonstrationsprojekte bis zu 50 %,
  3. für Begleitmaßnahmen, unterstützende und vorbereitende Maßnahmen bis zu 60 %. In Ausnahmefällen werden 100% gefördert.

Die eingereichten Projekte werden von unabhängigen Sachverständigen bewertet und aufgrund der Qualität der vorgeschlagenen Forschungsarbeiten ausgewählt.

Auf http://ec.europa.eu/research/industrial_technologies/rfcs_en.html finden sie alle relevanten Informationen zur Ausschreibung.

 

 

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