Die Energiewelt in 10 Jahren

Umfrage ENERGY2027>>

Die Umfrage ENERGY 2027>> zum 40-Jahre Jubiläum der Österreichischen Energieagentur gibt Ausblick in die Zukunft. In der Auswertung kristallisierte sich heraus, dass die Bedeutung von Strom als Energieträger steigt, wobei sich in zehn Jahren zwei Drittel der Befragten 100 % Ökostrom aus Österreich erwarten. Außerdem werden Betriebe und Privatpersonen Strom erzeugen und damit handeln und die Energiebranche steht von einem massiven Umbruch, E-Mobilität wird sich durchsetzen.

Im Rahmen eines hochrangig besetzten Symposiums ENERGY 2027>> am 17. Mai 2017 hat die Österreichische Energieagentur nun die Ergebnisse ihrer Umfrage veröffentlicht und die Szenarien für die Energiewelt 2027 skizzieren1.

Finden Sie alle Ergebnisse der Umfrage in unserer Ergebnis-Präsentation:

 

oder auch in unserer aktuellen Presseaussendung.


Gewinner Strom, Verlierer Öl




Tatsächlich sehen über zwei Drittel (68 %) Strom in zehn Jahren als den wichtigsten Heizenergieträger. 8 von 10 Personen (79 %) erwarten, dass keine neuen Ölkessel mehr installiert werden, auch nicht als Ersatz.
Beim Strom gibt es hohe Erwartungen an die nachhaltige Erzeugung. Rund zwei Drittel (64 %) gehen davon aus, dass Österreich den Strombedarf im Jahr 2027 mit im Inland erzeugtem Ökostrom abdecken wird.

Aktive Markteilnehmer

Die Befragten prognostizieren, dass sowohl Industrie und Gewerbe als auch Privatpersonen aktive Akteure am Strommarkt sein werden, die vor allem mit erneuerbarer Energie handeln.
8 von 10 Personen (81 %) sagen, dass Betriebe eigenen Ökostrom erzeugen werden. Zwei Drittel (68 %) sehen sie auch aktiv an Kapazitäts- und Energiemärkten teilnehmen.



Weitere zwei Drittel (64 %) vermuten, dass der Stromhandel zwischen privaten Akteuren in zehn Jahren aufgrund gesetzlicher Anpassungen unkompliziert sein wird.

Keine Angst vor einem Blackout

Trotz eines komplexer werdenden Systems glaubt nur ein Drittel (37 %), dass das Risiko für lokale Stromausfälle im Jahr 2027 größer sein wird als heute, ganze zwei Drittel teilen diese Sorge nicht (63 %). Dabei sehen 59 % den Verteilnetzausbau auch trotz Smart Grids nicht als obsolet an. Knapp drei Viertel (73 %) sind der Meinung, dass in zehn Jahren private Stromspeicher einen wesentlichen Beitrag zur Netzstabilität leisten werden.

Mobilität dominiert von E-Fahrzeugen

Auch in der Mobilität wird Strom als der Energieträger der Zukunft gesehen. Zwar werden 2027 Diesel- und Benzin-Pkws noch nicht ausgestorben sein, doch E-Fahrzeuge werden den Durchbruch geschafft haben. 60% der Befragten gehen davon aus, dass in zehn Jahren mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge neu zugelassen werden als Pkw, die fossil betrieben werden.





Sieben von zehn Personen (72 %) glauben, dass sich in der E-Mobilität der Batterieantrieb durchsetzen wird, 28 % setzen auf Brennstoffzellen-Wasserstoff-Pkw. Etwa die Hälfte (53 %) erwartet sich, dass in zehn Jahren selbstfahrende Fahrzeuge bereits zum alltäglichen Straßenbild gehören.

Energiewelt steht vor massivem Umbruch

Die Befragten sehen eine tiefgreifende Transformation der Energiewelt: Neue Player, neue Dienstleistungen und andere Tarifmodelle werden in zehn Jahren die Energiebranche bestimmen. Nur ein Drittel (36 %) glaubt, dass Energieunternehmen mit einer Konzentration auf das aktuelle Kerngeschäft auch im Jahr 2027 Erfolg haben werden. Drei Viertel (76 %) sehen in zehn Jahren Mobilitätsdienstleistungen als wichtigen Geschäftsbereich von Energieunternehmen. Etwas mehr als ein Drittel (38 %) erwartet sogar, dass derzeit branchefremde Unternehmen, etwas aus Informations- und Kommunikationstechnologie oder Handel, die erfolgreicheren Energiedienstleister sein werden. Vor allem wird sich auch etwas an den Tarifmodellen ändern: Drei Viertel (73 %) sind der Meinung, dass sich Tarifmodelle des Mobilfunkmarktes, wie etwa Flatrate- oder Prepaid-Modelle, etabliert haben werden.


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1 Befragt wurden 308 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und energierelevanten Hochschulen. Online-Umfrage, Zeitraum 15.3. bis 31.3.2017.

 

 

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