Symposium ENERGY2027 im Detail

17. Mai 2017, Museumsquartier Arena 21

Die Highlights des Symposiums ENERGY2027>>


Begrüßungsworte Peter Traupmann, Geschäftsführer Österreichische Energieagentur

Zum 40-Jahre Jubiläum der Österreichischen Energieagentur trafen Key-Player der Energiebranche zusammen, um bei dem international besetzten Symposium ENERGY2027>> die Energiezukunft zu diskutieren. Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, betonte dabei, dass die Energiewelt vor einem Umbruch steht und der Ausstieg aus der fossilen Energie das Gebot der Stunde ist.


Andrä Rupprechter, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und Präsident der Österreichischen Energieagentur, gratulierte zur 40-jährigen Erfolgsgeschichte und sprach beim festlichen Abendempfang von der Energieversorgung als Basis einer modernen Gesellschaft und als Lebensader für die Regionen.
Ebenso gratulierte Hannes Androsch, das letzte lebende Mitglied der Bundesregierung, die 1977 die damalige Energieverwertungsagentur gegründet hat.

Sektionschef Günter Liebel, in Vertretung für den Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

ENERGY2027>> und Internationale Entwicklungen

Die internationale Dimension behandelte Rana Ghoneim von der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO), mit der die Österreichische Energieagentur im Rahmen eines prefered partnerships laufend zusammenarbeitet. Dabei erläuterte Ghoneim das „Energy Efficiency First“-Prinzip.

Szenario 2027 – wie wird die Energiewelt aussehen?

Wie sich der Energiealltag bis zum Jahr 2027 verändern wird, präsentierte Herbert Lechner, wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Energieagentur. Laut der Studie ENERGY2027 werde Effizienz der Schlüssel der Energiewende sein und die Bedeutung von Strom werde massiv zunehmen. (Details siehe hier).


Anschließend diskutierte ein hochrangiges Panel und nahm dabei Bezug auf die Ergebnisse der Studie ENERGY2027.

2027 – Die Sicht einzelner Unternehmen

Wie sehe Unternehmen aus Produktion, Mobilität und Handel sowie Energieversorger das Szenario 2027? Welche Innovationen werden den (Energie)alltag bis 2027 verändern?

Einen Ausblick auf die Energiezukunft im Bereich der Mobilität gab Stephan Neugebauer, Director Research bei BMW, in seiner Funktion als Chairman of the European Road Transport Research Advisory Council (ERTRAC). Ihm zu Folge brauche es technische Innovationen, sonst würden die für das Jahr 2050 gesetzten Ziele bei der Reduktion des CO2 Ausstoßes im Straßenverkehr um den Faktor 4 verfehlt werden. Die Dekarbonisierung sei dabei nur mit einem System-Ansatz erreichbar. Neugebauer sieht dabei drei technologische Schwerpunkte: Effizientere Fahrzeuge, bessere Verkehrsbedingungen (Verkehrsfluss) und Verkehrsvermeidung.


Peter Breuss, Leiter der technischen Abteilung REWE International AG, skizzierte die Herausforderungen für den Handel. Er sieht den Handel an der Schwelle zu einem völlig diversifizierten Markt. Der einzige Fixpunkt werde die Vielfalt sein. Ihm zu folge wachsen die Kundenbedürfnisse, die von den Unternehmen im freien Wettbewerb befriedigt werden müssten. Diese hohe Vielfalt werde aber auch zu mehr Energiebedarf führen, auch wenn laufend Effizienzsteigerungen erreicht würden.


In der anschließenden Diskussion zur Energiezukunft prognostizierte Martin Graf, Vorstandsdirektor der Energie Steiermark AG, ein neues Marksystem: Es werde zu Wettbewerb zwischen Energieunternehmen und neuen Marktteilnehmern kommen.

Werner Steinecker, Generaldirektor der Energie AG, sieht Individualität als einen der künftigen Erfolgsfaktoren. Maßgeschneiderte Tarife für die Endkunden stünden dabei im Vordergrund. Die Vielzahl der Tarife werde nach der vollendeten Einführung von Smart Metern noch deutlich zunehmend. Darüber hinaus betonte Steinecker, dass neben der Versorgungssicherheit vor allem die Versorgungsqualität enorm an Bedeutung zunehmen werde.

Peter Layr, Vorstandsdirektor und Sprecher des Vorstands EVN, zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass die Zukunft von den Bedürfnissen der Kunden gestaltet werde. Er sah Energieversorgungsunternehmen auch in Zukunft in ihrem Kerngeschäft als am erfolgreichsten. Eine der großen Aufgaben sei es, mit dem sehr schwankenden Strombedarf umzugehen und die entsprechend Versorgung sicher zu stellen.

Weichenstellungen in der Energie- und Klimapolitik bis 2027? Was ist zu tun?

Josef Schwaiger, Landesrat Salzburg und zuständig für Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, Energie, Personal, und Michael Strugl, Landeshauptmann-Stellvertreter Oberösterreich und zuständig für Wirtschaft, Arbeit, Forschung, Wissenschaft, Energie, Tourismus, Raumordnung, Landesholding, Europa und Sport, beleuchteten die entsprechenden Themenstellungen in den Bundesländern. Sektionschef Günter Liebel, Sektion Umwelt und Klimaschutz im BMLFUW, vertrat am Podium den für Energiefragen zuständigen Wirtschaftsminister, der auch Vizepräsident der Österreichischen Energieagentur ist.

Preisverleihung des Schulwettbewerbs der Österreichischen Energieagentur

Teil des 40-Jahr Jubiläums war auch ein Schulwettbewerb, bei dem sich Kinder und Jugendliche mit diesem Thema auseinandersetzen. Volksschülerinnen und -schüler haben bei einem Mal- und Zeichenwettbewerb zu den Themen Erneuerbare Energie, neue Technologien und Energieeffizienz ihrer Kreativität freien Lauf gelassen, Schülerinnen und Schüler in Unter- und Oberstufe haben eigene Zeitung gestaltet.

Die Gewinner freuten sich über spannende Preise, die im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten vergeben wurden.

Details zum Schulwettbewerb finden Sie hier.

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