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Presse

August 2026

Großhandelspreis­indizes steigen im September weiter deutlich

Großhandelspreise deutlich teurer als vor einem Jahr

Wien, 24. August 2026 - Die aktuellen Werte im Überblick:

Allgemeine Einordnung zu den Indexwerten im September 2026

Die Entwicklung der Energiepreise und damit auch der Preisindizes ist im September 2026 stark durch die aktuelle Lage entlang der Straße von Hormus getrieben. Die Situation hat sich seit der brüchigen Waffenruhe im Juni wieder deutlich verschlechtert und frühere, optimistischere Preiserwartungen konterkariert. Der ÖGPIMonat steigt infolgedessen zum ersten Mal seit dem Frühjahr 2023 wieder über 60 EUR/MWh. Zum Einfluss des Gaspreises auf den Strompreis kommen niedrige Flusswasserstände in Mitteleuropa hinzu, die verschiedene Stromerzeugungsformen einschränken. Der ÖSPIMonat steigt daher in diesem Monat ebenfalls deutlich an.

Strom

Monat

Der Strompreisindex auf Monatsbasis (ÖSPIMonat) steigt im September 2026 gegenüber dem Vormonat um 26,02 %. Im Vergleich zum September 2025 liegt der Index um 68,12 % höher. Der Index liegt bei einem Wert von 147,17 EUR/MWh.

Der Spitzenlastpreis liegt dabei auf dem Niveau des Grundlastpreises.

Quelle: EEX
Berechnungen: Österreichische Energieagentur

Eine Liniengrafik mit den Entwicklungen des Österreichischen Strompreisindex von 2020 bis heute August 2026

Gas

Monat

Der Gaspreisindex auf Monatsbasis (ÖGPIMonat) zeigt im September 2026 gegenüber dem Vormonat einen Anstieg von 16,6 %. Im längerfristigen Vergleich liegt der Index deutlich über dem Niveau des Vorjahres (+71,1 %). Er erreicht damit 61,29 EUR/MWh.

Quelle: EEX
Berechnungen: Österreichische Energieagentur

Liniengrafik über die Entwicklungen der Österreichischen Gaspreisindizes von 2020 bis heute August 2026.

Die Zeitreihen zu den neuen Indizes für Strom und Gas sind auf der Website der Österreichischen Energieagentur als PDF zu finden.

Methodik

Die Indizes werden nach einer standardisierten Methode auf Basis der Notierungen an der Energie-Börse EEX (European Energy Exchange) berechnet. Eine detaillierte Beschreibung der Methode finden Sie auf der Website der Österreichischen Energieagentur.

Die Indizes bilden nur die reine Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Strom und Gas teilt sich bei Endkonsument:innen auf die Energiekomponente und Netzgebühren sowie Steuern und Abgaben auf. Ein Steigen beziehungsweise Fallen der Indizes lässt daher nur eine entsprechend gedämpfte Erhöhung beziehungsweise Senkung der Preise erwarten.

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indizes beteiligten Expert:innen haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur steht für fundiertes Fachwissen und praxistaugliche Lösungen. Wir liefern verlässliche Antworten für eine sichere, saubere und leistbare Energiezukunft. Wir geben Orientierung in instabilen Zeiten und zeigen, wie Österreich mit erneuerbarer Energie, Effizienz und innovativen Technologien unabhängiger und langfristig wettbewerbsfähig wird. 

Mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus vielfältigen Fachrichtungen beraten auf wissenschaftlicher Basis Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie internationale Organisationen. Sie unterstützen diese beim Umbau des Energiesystems sowie bei der Umsetzung von Maßnahmen für eine gelungene Energiewende und die industrielle Transformation. 

Die Österreichische Energieagentur setzt zudem im Auftrag des Bundes die Klimaschutzinitiative klimaaktiv um. 

Der Bund, alle Bundesländer, bedeutende Unternehmen der Energiewirtschaft und der Transportbranche, Interessenverbände sowie wissenschaftliche Organisationen sind Mitglieder unserer Agentur. Und das seit 1977. 

Im Podcast Petajoule beantworten die Expert:innen der Österreichischen Energieagentur gemeinsam mit Gästen aus der Energiebranche Fragen zur Energiezukunft. 
 

Rückfragehinweis:
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24 - 0
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