Header image

Energiepreisindex

Energiepreis­index (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Energiepreise im September: Rückgang im Monatsvergleich

  • Treibstoff-, Strom- und Gaspreise rückläufig

  • Anstiege bei Heizenergieträgern

 

Wien, 03. November 2025 – Die Entwicklung der Haushaltsenergiepreise zeigte im September ein gemischtes Bild. Treibstoffe sowie Strom- und Gaspreise gingen gegenüber August deutlich zurück. Gleichzeitig stiegen die Preise für Heizenergieträger wie Heizöl, Pellets und Brennholz mit Beginn der Heizsaison spürbar an. Insgesamt verzeichnete der Energiepreisindex einen Rückgang von 0,6 % im Monatsvergleich.

Im Jahresvergleich bleibt Strom ein wichtiger Preistreiber. Die Strompreise sanken im September gegenüber August um 0,9 %. Im Vergleich zum Vorjahr lagen sie jedoch weiterhin deutlich höher – mit einem Plus von 35,9 %. Die Endkundenpreise stiegen zu Jahresbeginn, bedingt durch höhere Netzentgelte und durch das Auslaufen staatlicher Unterstützungsmaßnahmen, deutlich an. Dieser Effekt wird mit dem kommenden Jahreswechsel entfallen. Die Regulierungsbehörde hat inzwischen den Entwurf der Netzentgelte für 2026 veröffentlicht – mit regional unterschiedlichen Entwicklungen. Während Kund:innen z.B. in Salzburg oder Wien mit sinkenden Entgelten rechnen können, steigen diese in Niederösterreich, Tirol und dem Burgenland mit Jahreswechsel deutlich. Insgesamt wird ein leichter Anstieg der Stromnetzentgelte vorgeschlagen, der jedoch voraussichtlich unter der allgemeinen Inflation liegen wird.

Erdgas verbilligte sich im Monatsvergleich um durchschnittlich 1,5 %. Im Jahresvergleich lagen die Preise 1,9 % unter dem Vorjahreswert. Die Netzentgelte für Gas werden laut dem aktuellen Entwurf österreichweit steigen, teils deutlich. Diese Entwicklung wird die Inflation ab Jänner 2026 über das gesamte Jahr hinweg beeinflussen. Hauptursache sind laut dem Regulator rückläufige Absatzmengen und fehlende Transiterlöse aus dem Transport von Erdgas. „Konsequenterweise zeigt das die Notwendigkeit zur Entwicklung von Konzepten für einen geordneten Rückbau der Gasinfrastruktur auf“, erläutert Lukas Zwieb, Energieexperte der Österreichischen Energieagentur.

Im Vergleich zum September 2024 lagen die Energiepreise im September 2025 in Summe um 7,9 % höher, im August 2025 hatte der Vorjahresvergleich noch bei +5,9 % gelegen. Der Anstieg im Jahresvergleich ist darauf zurückzuführen, dass die Preise im September des Vorjahres stärker fielen als im diesjährigen September.

Energiepreise im Monats- & Jahresvergleich

Quelle: Statistik Austria | Berechnung: Österreichische Energieagentur
Energieträger Monatsvergleich September 2025 - August 2025 Jahresvergleich September 2025 - September 2024
Erdgas -1,5 % -1,9 %
Diesel -1,0 % 0,1 %
Strom -0,9 % 35,9 %
Super -0,5 % 0,0 %
Fernwärme 0,1 % -0,1 %
Heizöl 0,3 % 0,2 %
Brennholz 1,7 % -3,9 %
Holzpellets 2,1 % 5,7 %
Energiepreisindex (EPI) -0,6 % 7,9 %
Verbraucherpreisindex (VPI) -0,2 % 4,0 %

Treibstoffpreise sinken

Seit Mitte des Sommers 2025 befinden sich die Preise an internationalen Rohölmärkten in einer Abwärtsbewegung. Das derzeitige Überangebot setzt die Rohölpreise unter Druck. Die Auswirkungen auf die europäischen Treibstoffmärkte zeigen sich jedoch lediglich zeitverzögert. Parallel dazu sind steigende Raffineriemargen zu beobachten – also die Differenz zwischen dem Einkaufspreis für Rohöl und dem Verkaufspreis der daraus erzeugten Produkte wie Diesel und Benzin. Im September verbilligte sich Diesel gegenüber dem Vormonat um 1,0 %. Im Jahresvergleich lag Diesel abgesehen von einem kleinen Plus ungefähr auf Vorjahresniveau. Superbenzin wurde um 0,5 % günstiger. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Benzinpreis unverändert. Die Preise für Heizöl stiegen im September um 0,3 %. Im Jahresvergleich ergibt sich ein leichter Anstieg von 0,2 %.

Preisanstieg bei festen Brennstoffen

Im September war bei festen Brennstoffen ein Preisanstieg zu beobachten. Holzpellets verteuerten sich gegenüber dem Vormonat um 2,1 % und lagen im Jahresvergleich 5,7 % höher. Die Preise für Brennholz stiegen im Monatsvergleich um 1,7 %. Im Vergleich zum September 2024 war Brennholz jedoch 3,9 % günstiger.

Weiterführende Informationen

AEA-Energiepreisindizes für mehr Transparenz

Strompreisindex-Gruppe

Gaspreisindex-Gruppe

So setzt sich der Strompreis zusammen (Grafik)

Preisfindung im europäischen Großhandel mit Strom – Die „Merit-Order-Kurve“ (Grafik)

Transparenzplattform waermepreise.at

Steigende Energiepreise: Effizient und nachhaltig sparen im Haushalt

Die neutrale und herstellerunabhängige Informationsplattform topprodukte.at ist ein Service von der Klimaschutzinitiative klimaaktiv.

FAQ

Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um unsere Indizes.

FAQ Indizes

VPI und EPI der letzten zwölf Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten zwölf Monate
Quelle: Statistik Austria
Berechnung: Österreichische Energieagentur

Zur Grafik

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten zwölf Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten zwölf Monaten
Quelle: Statistik Austria

Zur Grafik

Feste Brennstoffe in den letzten zwölf Monaten

Vergleich der festen Brennstoffe (Brennholz, Holzpellets) in den letzten zwölf Monaten
Quelle: Statistik Austria

Zur Grafik

Mineralölprodukte in den letzten zwölf Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) in den letzten zwölf Monaten
Quelle: Statistik Austria

Zur Grafik

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
Quelle: Energy Information Administration

Zur Grafik

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Expertinnen und Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.