Der aktuelle Heizkostenvergleich für Einfamilienhäuser

(Marktpreise: November 2020)

 

 

Überarbeitetes Berechnungsmodell 2020

Energetische Bewertung von Gebäude & Heizsystem

Umstellung auf aktuelle OIB-Richtlinie 6 bzw. Ö NORMEN und Richtlinien (Veröffentlichung April 2019).

Ökonomische Bewertung

Umstellung auf Annuitätenmethode nach überarbeiteter ÖNORM M7140 (geplante Veröffentlichung 1. Quartal 2021).

THG-Emissionen

Umstellung auf aktuelle OIB-Richtlinie 6  (Veröffentlichung April 2019)

Alle Details sind in den Basisannahmen zu finden.

Der Heizkostenvergleich für Einfamilienhäuser der Österreichischen Energieagentur ist ein Vollkostenvergleich, der Konsumentinnen und Konsumenten als Orientierung dienen soll. Für die individuell beste Lösung sollte eine Energieberatung durch ExpertInnen vor Ort in Anspruch genommen werden. Da Heizkosten nicht nur vom gewählten Heizungssystem, sondern auch maßgeblich von der thermischen Qualität des Gebäudes abhängig sind, wird für diesen Vergleich ein Einfamilienhaus mit einer Nutzfläche von 118 m² in den drei folgenden Varianten definiert. Die Modellbeispiele basieren auf Durchschnittswerten des österreichischen
Gebäudestandards [1]:

  • unsaniert, mit einem Heizwärmebedarf von 160 kWh/m²a

  • thermisch saniert, mit einem Heizwärmebedarf von 50 kWh/m²a

  • Neubau, mit einem Heizwärmebedarf von 30 kWh/m²a

Der Vollkostenvergleich berücksichtigt Brennstoff-, Investitions- sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten.

Förderungen werden nicht berücksichtigt. Eine Ausnahme bilden die Darstellungen der „Raus aus dem Öl"-Förderung [2], die für ganz Österreich zur Verfügung steht. Diese Bundesförderung stellt Mittel für die thermische Sanierung sowie für die Umstellung von fossilen auf klimafreundliche Heizsysteme bereit.

Doch nicht nur die Kosten werden verglichen, sondern auch durch Heizsysteme verursachte
THG-Emissionen
, welche einen direkten Einfluss auf die Umwelt haben.

Die Auswahl der zu vergleichenden Heizsysteme erfolgt mit dem Fokus, den Stand der Technik der derzeit am häufigsten neu installierten Heizsysteme in Einfamilienhäusern in Österreich abzubilden.

Der Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur vergleicht folgende Heizsysteme:

  • Fernwärme
  • Erdgas-Brennwert
  • Öl-Brennwert [3]
  • Scheitholz [4]
  • Pellets
  • Luft/Wasser-Wärmepumpe
  • Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde
  • Kombinationssystem Luft/Wasserwärmepumpe und Photovoltaik [5]

Für die Brennstoffpreise werden aktuelle Marktpreise herangezogen, die energetische Bewertung des Gebäudes sowie des Heizsystems basiert auf den derzeit gültigen Normen bzw. Richtlinien.

Was ist ein Vollkostenvergleich?

Der Vollkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur basiert auf der Annuitätenmethode. Anhand der Investitions- und Installationskosten, Brennstoffkosten sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten werden durchschnittliche Jahreskosten (Annuitäten) bezogen auf den Betrachtungszeitraum der Investition berechnet.

Da sich die tatsächlichen Investitionskosten im Einzelfall sehr stark voneinander unterscheiden können, werden die Investitionskosten in einer Maximal- und einer Minimalvariante angenommen.

  1. Die Maximalvariante basiert auf einer kompletten Neuausstattung des Gebäudes mit einem neuen Heizsystem. Es wird also davon ausgegangen, dass das gesamte Heizungssystem neu installiert wird und keine vorhandenen Altkomponenten des bisherigen Heizsystems weiter genutzt werden können.

  2. Im Unterschied dazu basiert die Minimalvariante auf der Annahme, dass der gleiche Energieträger weiter genutzt wird und funktionsfähige Komponenten (z.B. Gasanschluss bei Gasheizungen oder Öltank bei Ölheizungen) weiterverwendet werden können.

THG-Emissionen

Die Bewertung der THG-Emissionen der Heizsysteme beruht auf der OIB-Richtlinie 6, Energieeinsparung und Wärmeschutz (2019).

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[1] Der Heizwärmebedarf des thermisch sanierten Modellgebäudes sowie der Neubauvariante korreliert mit den verstärkten Anforderungen der OIB-Richtlinie 6, Energieeinsparung und Wärmeschutz (2019) für Wohngebäude ab 01.01.2021.

[2] www.umweltfoerderung.at/privatpersonen/raus-aus-oel.html


[3] Da die Aufstellung und der Einbau von Heizkesseln von Zentralheizungsanlagen für flüssige fossile oder für feste fossile Brennstoffe in Neubauten folgend dem Öl-Kessel Ölkesseleinbauverbotsgesetz (ÖKEVG 2019) seit 01.01.2020 verboten ist, werden Öl-Brennwert im Neubau nicht mehr dargestellt.

[4] Da Scheitholzsysteme im Neubau aufgrund der hohen Energieeffizienzanforderungen der OIB-Richtlinie 6 (2019) an das Gebäude kaum mehr als Hauptheizungssystem eingesetzt werden, werden Scheitholzsysteme im Rahmen des Heizkostenvergleichs nur mehr im sanierten und unsanierten Gebäude betrachtet.

[5] Da das Kombinationssystem Luft/Wasserwärmepumpe und Photovoltaikanlage im Neubau bereits einen relevanten Marktanteil ausmacht (> 5 %) wird es dem Vergleich im „Neubau“ hinzugefügt.

Heizungen in Österreich nach Energieträger


Rückfragehinweis

Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Ing. Mag. Georg Trnka
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24 -173
georg.trnka(at)energyagency.at
 

Haftungsausschluss

Auf Basis der angeführten Berechnungsgrundlagen werden entsprechende Modellrechnungen durchgeführt. Es wird von Seiten der Österreichischen Energieagentur oder ihrer MitarbeiterInnen keine Garantie bzw. Haftung für die Inhalte übernommen.

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