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Presse

Jänner 2024

Energiepreise für Haushalte sanken im November deutlich

  • Preisrückgänge auf internationalen Erdölmärkten drückt Preise bei Treibstoffen und Heizöl

  • Deutliche Preisrückgänge bei Biogenen Energieträgern

  • Gas und Fernwärme weiterhin sehr teuer

  • Energiepreise dämpfen die Inflation weiterhin


Wien, 17. Jänner 2024 Die Energiepreise sind im November 2023 gegenüber dem Oktober 2023 deutlich gefallen. Die Preise biogener (Holzpellets sowie Brennholz) als auch fossiler Energieträger wie Heizöl oder Benzin sind im November gefallen. Preissteigerungen waren für keinen Energieträger zu beobachten. In Summe drücken die Energiepreise die Allgemeine Preisentwicklung damit weiterhin.

Auch im Jahresvergleich bleibt die Entwicklung der Energiepreise in Summe negativ, wenngleich die Energiepreise weiterhin auf hohem Niveau liegen. Die allgemeine Preisentwicklung ist demnach lediglich durch indirekte bzw. verzögerte Auswirkungen der Energiepreiskrise zu erklären.
Im Jahresvergleich sind die Preise für Erdgas sowie Fernwärme gestiegen. Im zweijahresvergleich bleiben die Preise für alle Energieträger deutlich über dem langjährigen Trend. Jedoch zeigen sich auch hier gravierende Unterschiede. Während Superbenzin oder Strom, im Vergleich zum November 2021 rund 10 % mehr kosten, und damit sogar dämpfend auf die Inflation wirken, haben sich die Kosten für Erdgas mehr als verdoppelt. Die durchschnittlichen Preise für Fernwärme liegen, im Vergleich zum Jahr 2021 ebenfalls fast doppelt so hoch.

Energiepreise im Monats- & Jahresvergleich

Quelle: Statistik Austria | Berechnung: Österreichische Energieagentur
Energieträger Monatsvergleich
November 2023 - Oktober 2023
Jahresvergleich
November 2023 - November 2022
2-Jahresvergleich
November 2023 - November 2021
Heizöl -4,6 % -19,3 % 42,7 %
Super -4,3 % -7,4 % 10,7 %
Diesel -3,6 % -12,5 % 20,6 %
Holzpellets -1,2 % -38,9 % 51,6 %
Erdgas -0,4 % 27,0 % 166,1 %
Brennholz -0,1 % -14,9 % 55,6 %
Strom 0,0 % -7,4 % 10,9 %
Fernwärme 0,0 % 15,4 % 86,4 %
Verbraucherpreisindex (VPI) 0,2 % 5,3 % 16,5 %
Energiepreisindex (EPI) -2,0 % 2,4 % 38,7 %

Preise für Treibstoffe sinken zum Teil

Im November fielen die Preise für Superbenzin um 4,3 %, Diesel lag mit einem Minus von 3,6 % und Heizöl mit -4,6 % ebenfalls deutlich über den Werten vom Oktober 2023. Im Jahresvergleich sind Treibstoffe sowie Heizöl deutlich billiger. Eine typische 50 Liter Tankfüllung Diesel kostete im November 2023 rund 10 Euro weniger als vor einem Jahr. Eine Tankfüllung Superbenzin kostete im gleichen Vergleichszeitraum immerhin um rund 5 Euro weniger. Ein typischer Heizöljahresbedarf von 3000 Litern kostete im November rund 3700 Euro und damit fast 800 Euro mehr als im Herbst 2022. Ein Blick auf die aktuellen Marktdaten lässt weiterhin eine deutliche Entspannung bei Benzin-, Diesel- und Heizölpreisen erwarten.

Quelle: Statistik Austria
Berechnungen: Österreichische Energieagentur

Fernwärme und Gas weiterhin sehr teuer

Die Haushaltspreise für Fernwärme blieben gegenüber dem Vormonat unverändert. Im Jahresvergleich lagen die Fernwärmepreise um 15,4 % höher. Die Haushaltspreise für Gas sanken im November 2023 im Vergleich zum Oktober um 0,4 %.  Im Jahresvergleich lagen die Gaspreise um 27,0 % über dem Wert vom November 2023. Die Haushaltspreise für Strom blieben gegenüber dem Vormonat unverändert. Im Jahresvergleich lagen sie um 7,4 % niedriger. „Die Endkundenpreise für Gas sowie Fernwärme sind im Durchschnitt weiterhin sehr hoch. Vor allem in Anbetracht dessen, dass sich die Situation auf den Großhandelsmärkten deutlich entspannt hat“, erklärt Karina Knaus, Energiemarktexperte der Österreichischen Energieagentur und ergänzt: “Bei der Entwicklung der Endkundenpreise für Strom hat der Staat intensiv eingegriffen. Mit der Stromkostenbremse und der Reduktion der Elektrizitätsabgabe wurden die durchschnittlichen Kosten deutlich abgefedert. Im Einzelfall sind jedoch auch bei den Stromkosten extreme Kostensteigerungen zu beobachten gewesen.“

Preise für Holzpellets steigen leicht

Im Vergleich zum Oktober 2023 sanken die Preise für Holzpellets im November um 1,2 %, im Jahresvergleich waren sie 38,9 % günstiger. Die Preise für Brennholz verzeichneten ein Minus von 0,1 % im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem November 2022 sind die Preise für Brennholz um 14,9 % gesunken.

Weiterführende Informationen

Neue Energiepreisindizes für mehr Transparenz

Strompreisindex-Gruppe

Gaspreisindex-Gruppe

So setzt sich der Strompreis zusammen (Grafik)

Preisfindung im europäischen Großhandel mit Strom – Die „Merit-Order-Kurve“ (Grafik)

Steigende Energiepreise: Effizient und nachhaltig sparen im Haushalt

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Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die klimaneutrale Zukunft: Ziel ist es, unser Leben und Wirtschaften so auszurichten, dass kein Einfluss mehr auf unser Klima gegeben ist. Neue Technologien, Effizienz sowie die Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Sonne, Wasser, Wind und Wald stehen im Mittelpunkt der Lösungen. Dadurch wird für uns und unsere Kinder das Leben in einer intakten Umwelt gesichert und die ökologische Vielfalt erhalten, ohne dabei von Kohle, Öl, Erdgas oder Atomkraft abhängig zu sein. Das ist die missionzero der Österreichischen Energieagentur.

Über 100 Mitarbeiter:innen aus vielfältigen Fachrichtungen beraten auf wissenschaftlicher Basis Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie internationale Organisationen. Sie unterstützen diese beim Umbau des Energiesystems sowie bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise. Die Österreichische Energieagentur setzt zudem im Auftrag des Bundes die Klimaschutzinitiative klimaaktiv um.

Der Bund, alle Bundesländer, bedeutende Unternehmen der Energiewirtschaft und der Transportbranche, Interessenverbände sowie wissenschaftliche Organisationen sind Mitglieder dieser Agentur.

Im Podcast Petajoule beantworten die Expert:innen der Österreichischen Energieagentur mit Gästen aus der Energiebranche die Fragen der Energiezukunft.
 

Rückfragehinweis:
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24 - 0
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