Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Jahresrückblick 2019

Die Energiepreis-Entwicklung für das Jahr 2019 finden Sie hier im Detail.


Hier finden Sie ein kurzes Video (Link auf YouTube) mit unserer Expertin Karina Knaus zu den Entwicklungen des Energiepreisindex im Jahr 2019. Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden.

Haushaltsenergie legt im Jänner 2020 um 1,5 % zu

• Im Jahresvergleich liegt der Österreichische Energiepreisindex um 3,5 % höher
• Strompreise steigen zum Jahreswechsel um 4,5 %
• News-Beitrag auf YouTube: youtu.be/N189UGlBioI

 

 

Hier finden Sie ein kurzes Video (Link auf YouTube) zum aktuellen Energiepreisindex. Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden.



Wien, 11. März 2020
– „Nach drei Monaten mit nahezu keiner Veränderung legt der Energiepreisindex im Jänner gegenüber dem Vormonat um 1,5 % zu. Im Vergleich zu Jänner 2019 zeigt sich sogar ein Plus von 3,5 %“, erläutert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, die aktuelle Entwicklung der Preise für Haushaltsenergie.
Der Anstieg des Energiepreisindex (EPI) ist vor allem auf höhere Strompreise zurückzuführen. Diese zogen zum Jahreswechsel um 4,5 % an. Dazu hat auch der Anstieg der Netzentgelte beigetragen. Im Durchschnitt lag dieser bei 2,4 %, wobei deutliche regionale Unterschiede zu beobachten sind.
„Langfristig betrachtet relativiert sich diese Preissteigerung jedoch. Im Vergleich 2009–2019 sind die Preise für Strom um 7 % gestiegen und lagen damit deutlich unter der allgemeinen Preissteigerung (VPI) von 20 %“, so Traupmann.

„Bei Kosten und Konditionen gibt es beachtliche Unterschiede zwischen den Anbietern und Angeboten. Der Preis ist nicht der einzige Aspekt. Um die Klimaziele zu erreichen, gilt es auch beim Strom auf unerschöpfliche Energie aus Wasser, Sonne, Wind und Wald zu setzen. Wer diesen nachhaltigen Strom aus Österreich kaufen möchte, muss genau auf die entsprechenden Zertifikate achten, etwa auf das Österreichische Umweltzeichen“, sagt Traupmann. Weitere Informationen gibt der Überblick der heimischen Ökostrom-Lieferanten.

Unterschiedliche Entwicklung bei Superbenzin und Diesel

Eine Besonderheit des Jänner-EPI ist die unterschiedliche Preisentwicklung von Benzin und Diesel.
Diesel zeigte ein Plus von 0,7 %, Superbenzin sank hingegen um 0,2 %, während der Erdölpreis selbst um 6 % gefallen ist.
Im Jahresvergleich liegen allerdings beide Kraftstoffsorten höher: Super legte 4,8 % zu, Diesel 1,6 %.
Die Heizölpreise sanken im Jänner 2020 gegenüber dem Vormonat um 0,1 %, im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich ein Plus von 2,7 %.

Holzpellets und Brennholz etwas teurer

Der Preis von Brennholz stieg im Monatsvergleich um 0,8 %. Gegenüber Jänner 2019 zeigte sich ein Plus von 3,8 %. Holzpellets wurden im Monatsvergleich um 0,8 % und im Jahresvergleich um 0,7 % teurer.

Leichter Rückgang des Fernwärmepreises im Monatsvergleich

Im Monatsvergleich fiel der Preis für Fernwärme um 0,8 %, im Jahresvergleich blieb ein leichtes Plus von 0,7 %.

Gaspreise fallen

Mit einem Minus von 1,2 % im Monatsvergleich und 0,7 % im Jahresvergleich wurden die niedrigen Großhandelspreise (Details bietet der Österreichische Gaspreisindex) nun auch für die Endkunden spürbar. Der relativ niedrige Heizenergiebedarf des milden Winters reduzierte die Nachfrage, in Folge sanken die Preise auf den Großhandelsmärkten.

Großhandelspreise Gas – Österreichischer Gaspreisindex

https://www.energyagency.at/fakten-service/energiepreise/gaspreisindex.html

Grafik: Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Anteil des „Produkts“ Strom macht ein gutes Drittel des Gesamtpreises auf der Rechnung aus. Ein Viertel deckt die Netzkosten ab, der Rest entfällt auf Steuern und Abgaben (z.B. Umsatzsteuer, Ökostromförderung).
Download Grafik

Newsbeitrag zum Jänner EPI: https://youtu.be/N189UGlBioI

 

 

VPI und EPI der letzten 12 Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria, Berechnung: Österreichische Energieagentur]

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten 12 Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten 12 Monaten.
[Quelle: Statistik Austria]

Feste Brennstoffe in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Festen Brennstoffe (Brennholz, Holzbriketts, Holzpellets) in den letzten 12 Monaten
[Quelle: Statistik Austria]

Mineralölprodukte in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria]

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
[Quelle: Energy Information Administration]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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