Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur

Die Österreichische Energieagentur analysiert den monatlich berechneten Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte aus den Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Österreich.

Jahresrückblick 2019

Die Energiepreis-Entwicklung für das Jahr 2019 finden Sie hier im Detail.


Hier finden Sie ein kurzes Video (Link auf YouTube) mit unserer Expertin Karina Knaus zu den Entwicklungen des Energiepreisindex im Jahr 2019. Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden.

Energie im Juni 2020 seit 4 Monaten wieder teurer

Auch Preise für Erdölprodukte ziehen leicht an
• Im Jahresvergleich zahlen österreichische Haushalte aber immer noch um 8 % weniger


Hier finden Sie ein kurzes Video (Link auf YouTube) zum aktuellen Energiepreisindex. Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden.



Wien, 3. August 2020
– Zum ersten Mal seit vier Monaten sind die Preise für Haushaltsenergie wieder gestiegen. Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex lag im Vergleich zum Vormonat Mai um 0,3 % höher (VPI + 0,6 %). „Die letzten Monate waren durch sinkende Energiepreise geprägt, dieser Trend ist im Juni 2020 vorerst beendet“, sagt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Im Jahresvergleich zeigte der EPI im Juni 2020 ein Minus von 8,2 %. Im Gegensatz dazu ist der Verbraucherpreisindex (VPI) im Jahresvergleich um 1,1 % gestiegen.

Aufgrund der geringeren Nachfrage waren die Preise für Rohöl in den vergangenen Monaten niedrig. Das führte dazu, dass die Preise für Treibstoffe und Heizöl deutlich nachgaben: Die Preise für Superbenzin und Dieselkraftstoff sind seit März 2020 um monatlich durchschnittlich 5 % zurückgegangen. Durch die im Mai 2020 beginnenden Nachfragesteigerungen (getragen primär von China und Indien), aber auch auf Grund der Drosselung der Erdölförderung durch die OPEC und Russland, zogen die Rohölpreise im Juni wieder an. Diese globale Entwicklung, gemeinsam mit dem steigenden österreichischen Kraftstoffbedarf, spiegelt sich in den Treibstoffpreisen wieder (siehe Abbildung). „Das Verkehrsaufkommen rund um die Ballungsräume in Österreich ist mittlerweile wieder auf Vorkrisenniveau. Für die Klima- und Luftqualität sind das schlechte Nachrichten. Der erdölbasierte Individualverkehr bleibt damit das große Sorgenkind für den Klimaschutz. Es wurden aber bereits wichtige Schritt zur Reduktion der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich gesetzt“, betont Traupmann. Dazu gehört die Erhöhung der Förderungen für E-Mobilität und Ladeinfrastruktur durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, aber auch die geplante Wohnrechtsnovelle für ein „Right-to-plug“, mit der die Errichtung von Ladestationen für Elektroautos in Mehrparteienhäusern erleichtert wird.

Superbenzin, Dieselkraftstoff und Heizöl leicht gestiegen

Superbenzin verzeichnete gegenüber Mai 2020 ein Plus von 0,9 %. Diesel und Heizöl nahmen jeweils um 0,7 % zu. Im Jahresvergleich lagen die drei Produkte jedoch noch deutlich unter dem Preisniveau des Juni 2019: Die Preise für Heizöl lagen um 24,3 % niedriger, jene für Superbenzin um 19,7 % und Dieselkraftstoff war um 17,3 % billiger.

Brennholz, Briketts und Pellets günstiger

Der Preis für Holzpellets sank im Monatsvergleich um 0,7 %, Briketts waren 0,6 % günstiger und der Preis für Brennholz sank um 0,3 %. Gegenüber dem Vorjahr waren die Preise allerdings leicht höher: Pellets lagen um 1,2 % über dem Vorjahreswert. Briketts waren um 0,8 % und Brennholz um 0,6 % teurer als im Juni 2019.

Strom-, Gas- und Fernwärmepreise weiterhin stabil

Die Haushaltspreise für Strom, Gas und Fernwärme sind im Monatsvergleich gleich geblieben. Im Jahresvergleich lag der Strompreis um 5,4 % über dem Wert vom Juni 2019. Dieses Preisplus ist neben höheren Energiekosten zu einem Teil auf gestiegene Netzentgelte zurückzuführen (Grafik: So setzt sich der Strompreis für Haushalte zusammen). Fernwärmepreise sind im Jahresvergleich um 0,7 % leicht gestiegen, während die Gaspreise um 1 % gesunken sind.

VPI und EPI der letzten 12 Monate

Vergleich Verbraucherpreisindex (VPI) und Energiepreisindex (EPI) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria, Berechnung: Österreichische Energieagentur]

Leitungsgebundene Energieträger in den letzten 12 Monaten

Vergleich der leitungsgebundenen Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) in den letzten 12 Monaten.
[Quelle: Statistik Austria]

Feste Brennstoffe in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Festen Brennstoffe (Brennholz, Holzbriketts, Holzpellets) in den letzten 12 Monaten
[Quelle: Statistik Austria]

Mineralölprodukte in den letzten 12 Monaten

Vergleich der Mineralölprodukte (Heizöl, Eurosuper, Dieseltreibstoff) der letzten 12 Monate
[Quelle: Statistik Austria]

Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)

Aktuelle Entwicklung des Rohölpreises (UK-Brent)
[Quelle: Energy Information Administration]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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